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  • Auch auf den Dächern der Forschungshallen auf dem TU-Campus wird die Sonne als Energiequelle genutzt. Foto: Heiko Kießling
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Auf dem Weg zu 100 Prozent erneuerbaren Energien

Workshop "Systemintegration von erneuerbaren Energien und Energiemeteorologie" am 27. Oktober 2011 diskutiert Herausforderungen der Energiewende

Kann Deutschland seinen Energiebedarf in 20 oder 30 Jahren allein mit der Kraft von Sonne, Wind, Wasser und anderen regenerativen Quellen decken? Prof. Dr. Volker Quaschning von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin beantwortet diese Frage ganz klar mit "ja". Der Experte und Buchautor ist einer der Referenten, die am 27. Oktober 2011 beim Workshop "Systemintegration von erneuerbaren Energien und Energiemeteorologie" an der TU Chemnitz sprechen werden.

Spätestens seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima ist die so genannte Energiewende in aller Munde. Der Ausbau - beispielsweise von Solarkraftwerken - gestaltet sich mittlerweile schneller, als dies noch vor wenigen Jahren absehbar war. Die Herausforderungen, die damit einhergehen, sind indes enorm. Ökostrom, der aus Photovoltaik- oder Windkraftanlagen gewonnen wird, fluktuiert stark. Er ist damit weniger beherrschbar als Strom aus konventionellen Kraftwerken, so dass Wissenschaft und Industrie moderne Konzepte für die Transformation des Energiesystems entwickeln müssen.

Hier setzt der von der Nachwuchsforschergruppe "Intelligente dezentrale Energiespeichersysteme" (IDE) organisierte Workshop an. Er erörtert unter anderem die Fragen, welche Szenarien bis zum Jahre 2050 denk- und umsetzbar sind, wie der Wandel von einer zentralen zu einer mehr dezentralen Energieversorgungsstruktur aussehen kann und welche Potenziale an erneuerbaren Energien dafür zur Verfügung stehen. Neben Prof. Quaschning sprechen Dr. Thilo Bocklisch von der Chemnitzer Forschergruppe IDE sowie Carsten Hoyer-Klick vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart zu diesem Thema.

Ein zweiter Schwerpunkt des Workshops widmet sich der Energiemeteorologie. Darunter sind Methoden und Systeme zur Modellierung und Prognose schwankender Profile, wie sie bei derartigen Energieformen auftreten, zu verstehen. Die Rolle adäquater Vorhersagen, etwa von Wind- oder Solarstrom gilt als zentral für eine erfolgreiche und ökonomisch umsetzbare Integration der erneuerbaren Energien in das Energiesystem der Zukunft. Als Referenten werden Dr. Elke Lorenz (Uni Oldenburg), Dr. Holger Hähnel (TU Chemnitz), Yves-Marie Saint-Drenan (Fraunhofer IWES Kassel) und Alexander Arnoldt (Fraunhofer AST Ilmenau) erwartet.

Die Veranstaltung findet von 13 bis 19 Uhr im Hörsaalgebäude, Reichenhainer Straße 90, Raum N112 statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen nimmt Dr. Holger Hähnel entgegen, E-Mail holger.haehnel@etit.tu-chemnitz.de, Telefon 0371 531-33954.

Das ausführliche Programm des Workshops sowie Informationen zum Veranstalter, der Chemnitzer Nachwuchsforschergruppe IDE, sind unter http://www.fg-ide.tu-chemnitz.de zu finden.

(Autor: Dr. Holger Hähnel)

Katharina Thehos
25.10.2011

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