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Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien werden von Chemnitz aus erforscht

Der Chemnitzer Historiker Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll ist neuer 1. Vorsitzender der Prinz-Albert-Gesellschaft e.V.

Eine der renommiertesten wissenschaftlichen Vereinigungen auf dem Gebiet der deutsch-britischen Geschichte und Beziehungen ist die Prinz-Albert-Gesellschaft e.V. mit Sitz in Coburg. Die Namensgebung geht zurück auf Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (1819-1861), den Gemahl der britischen Königin Victoria. Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll, Inhaber der Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und Prodekan der Philosophischen Fakultät, wurde auf der diesjährigen Mitgliederversammlung der Gesellschaft am 9. September einstimmig zu deren neuem 1. Vorsitzenden gewählt.

"Eines von Prinz Alberts zentralen Anliegen war es, persönlichen und sozialen Rechten jenseits nationaler Grenzen Anerkennung zu verschaffen", erklärt der Chemnitzer Neuzeithistoriker. "Sein Wirken kann damit als ein Vorbild im heutigen europäischen Einigungsprozess dienen." Kroll hat eine lange zurückreichende persönliche Verbindung zur Prinz-Albert-Gesellschaft: Der 2003 verstorbene Erlanger Geschichtswissenschaftler Kurt Kluxen war der Gründungsvorsitzende der Gesellschaft und einer von Krolls akademischen Lehrern. Dieser hatte vor einiger Zeit zudem die Privatbibliothek von Kluxen erworben und sie der Chemnitzer Universitätsbibliothek vermacht. Für die kommenden Jahre ist weiterhin eine Überarbeitung und Neuauflage des im Kröner Verlag Stuttgart erschienenen Kluxen’schen Standardwerkes "Geschichte Englands. Von den Anfängen bis zur Gegenwart" durch den Chemnitzer Professurinhaber geplant.

Die Mitgliederversammlung der Prinz-Albert-Gesellschaft war eingebettet in deren Jahrestagung, die vom 8. bis 10. September zum Thema "Inszenierung als Legitimation? Die Monarchie in Europa im 19. und 20. Jahrhundert: Ein deutsch-englischer Vergleich" in Coburg stattfand. Kroll hatte die Konferenz gemeinsam mit seinem Amtsvorgänger als "Chairman", Prof. Dr. Dieter J. Weiß (Bayreuth), und der Londoner Historikerin Dr. Karina Urbach konzipiert und vorbereitet sowie einen theoretischen Einführungsvortrag gehalten und in einem zweiten Referat eigene Forschungsergebnisse präsentiert. Ein Tagungsband wird im kommenden Jahr erscheinen.

Neben den jährlichen Konferenzen betreut die 1981 gegründete Gesellschaft weiterhin die Publikationsreihen "Prinz-Albert-Studien" und "Prinz-Albert-Forschungen" und veranstaltet Studentenseminare. "All diese Aufgaben werden zukünftig in Chemnitz von mir und meinen Mitarbeitern Dr. Hendrik Thoß und Martin Munke koordiniert und durchgeführt", führt Kroll weiter aus. "Die hiesige Universität kann damit einen wichtigen Beitrag zur weiteren Erforschung der deutsch-britischen Beziehungen in Wissenschaft, Kultur und Politik sowie zur Pflege eines sich in der Person Prinz Alberts manifestierenden gemeinsamen europäischen Erbes leisten."

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll, Telefon 0371 531-33922, Mail frank-lothar.kroll@tu-chemnitz.de.

(Autor: Martin Munke)

Katharina Thehos
15.09.2011

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