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Bundesverdienstkreuz für Chemnitzer Wissenschaftler

Prof. Dr. Reimund Neugebauer wurde für besondere Verdienste auf naturwissenschaftlich-technischem Gebiet geehrt

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Ministerpräsident Georg Milbradt (r.) überreicht in der Sächsischen Staatskanzlei im Namen des Bundespräsidenten den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an Prof. Dr. Reimund Neugebauer. Foto: Ursula Straube

Am 15. November 2005 nahm der Chemnitzer Universitätsprofessor Reimund Neugebauer aus den Händen des Sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland entgegen. Diese hohe Auszeichnung, die ihm vom Bundespräsidenten Horst Köhler verliehen worden ist, würdigt die Leistungen von Prof. Neugebauer auf naturwissenschaftlich-technischem Gebiet. Zu seinem außergewöhnlichen Wirken zählt die Einrichtung des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) Chemnitz, das er im Bereich der Fraunhofer-Gesellschaft zur führenden und leistungsstärksten Forschungs- und Entwicklungseinrichtung in Ostdeutschland entwickelte, in dem heute 150 Mitarbeiter tätig sind. Die international anerkannten Forschungsergebnisse des IWU auf dem für den Automobilbau wichtigen Gebiet der Umformtechnik sind ein wesentlicher Beitrag für die Standortwahl und den Erfolg des Automobilbaus in Sachsen. Parallel zu seinen herausragenden wissenschaftlichen und organisatorischen Leistungen als Leiter dieses Fraunhofer-Institutes machte sich Prof. Neugebauer auch als Hochschullehrer, als Inhaber der Professur für Werkzeugmaschinen und als Direktor des Instituts für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse an der TU Chemnitz verdient.

Zur Person: Prof. Dr. Reimund Neugebauer

Reimund Neugebauer wurde 1953 in Esperstedt am Kyffhäuser geboren. Nach dem Abitur studierte er Werkzeugmaschinen-Konstruktion an der Technischen Universität Dresden, wo er anschließend als wissenschaftlicher Assistent arbeitete und 1984 zum Dr.-Ing. promovierte. Nach mehrjähriger Tätigkeit bei dem Pressenhersteller Umformtechnik ERFURT kehrte Reimund Neugebauer 1989 als Hochschuldozent nach Dresden zurück, wo er das Institut für Werkzeugmaschinen leitete. 1992 übernahm er die Leitung der neu gegründeten Fraunhofer-Einrichtung für Umformtechnik und Werkzeugmaschinen in Chemnitz, des heutigen Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU. Seit 1995 ist Reimund Neugebauer neben seiner Tätigkeit als Institutsleiter Universitätsprofessor für Werkzeugmaschinen, seit 2000 Direktor des Instituts für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse an der TU Chemnitz. 2001 wurde ihm die Ehrenprofessur der Technischen Universität Kuzbass (Russland) verliehen; 2003 wurde er zum Dekan der Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz gewählt. Prof. Reimund Neugebauer ist Mitglied zahlreicher auch internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften und Verbände, unter anderem ist er Präsident des Industrievereins Sachsen 1828 e. V. und Vollmitglied (Active Member) der Internationalen Forschungsgemeinschaft für Produktionstechnik (CIRP).

Stichwort: Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ("Bundesverdienstkreuz") wurde von Bundespräsident Theodor Heuss im Jahre 1951 gestiftet. Er ist die einzige allgemeine Verdienstauszeichnung und damit höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht. Er wird an in- und ausländische Bürger verliehen für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen sowie für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland. Eine finanzielle Zuwendung ist mit der Verleihung des Verdienstordens nicht verbunden. Seit seiner Stiftung wurde der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland etwa 210.000-mal verliehen.
Den Verdienstorden gibt es in acht Stufen: 1. Verdienstmedaille, 2. Verdienstkreuz am Bande, 3. Verdienstkreuz 1. Klasse, 4. Großes Verdienstkreuz, 5. Großes Verdienstkreuz mit Stern, 6. Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband, 7. Großkreuz und 8. Sonderstufe des Großkreuzes.
Die meisten Auszeichnungen werden von Ministerpräsidenten, von einem Landes- oder Bundesminister, von Regierungspräsidenten oder einem Bürgermeister ausgehändigt. Der Bundespräsident überreicht das Bundesverdienstkreuz in wenigen Fällen persönlich, zum Beispiel aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Reimund Neugebauer, Professur für Werkzeugmaschinen der TU Chemnitz, Telefon (03 71) 5 31 - 80 68, E-Mail wzm@mb.tu-chemnitz.de.

Mario Steinebach
14.11.2005

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