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Informatik im Land des Dschingis Khan

Fakultät für Informatik baut Brücken zur Mongolei und beschreitet mit internationalem Austauschprogramm "ICCS" neue Wege im Bereich des eLearning

  • Prof. Hardt mit Kollegen der National University of Mongolia in Ulaanbaatar vor dem Dschingis-Khan-Denkmal. Foto: privat

Was haben Chemnitz und der Dschingis Khan gemeinsam? Auf den ersten Blick zunächst gar nichts, doch auf den zweiten schon einiges mehr, wie die jüngsten Entwicklungen der internationalen Zusammenarbeit zwischen der Technischen Universität Chemnitz und der Mongolian University of Science and Technology (MUST) in Ulaanbaatar zeigen. Im Rahmen des seit 2010 bestehenden Kooperationsvertrages der beiden Universitäten startete die Fakultät für Informatik im Wintersemester 2010/11 erfolgreich das Austauschprogramm ICCS ("International Courses of Computer Science"). Noch bis zum Ende des Wintersemesters 2010/11 nehmen 53 Studierende der Mongolian University und der National University of Mongolia (NUM) an der wöchentlich stattfindenden Televorlesung "Practice-Oriented Introduction to Computer Graphics" in englischer Sprache teil. Mittels Internet- Übertragung wird die im Fernsehstudio der Chemnitzer Informatiker aufgezeichnete Vorlesungsreihe den mongolischen Studierenden zugänglich gemacht, der Kontakt zwischen Studierenden und Dozenten erfolgt via Videokonferenz.

Mit diesem innovativen Studienangebot öffnet sich die Fakultät für Informatik neuen Möglichkeiten des interuniversitären Wissenstransfers und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur zunehmenden internationalen Ausrichtung der TU Chemnitz. "Das ICCS-Studienprogramm wurde von uns zur Intensivierung der internationalen Kooperation in der Lehre und zur Vorbereitung gemeinsamer Forschungsarbeiten ins Leben gerufen", erklärt Prof. Dr. Wolfram Hardt, Dekan der Fakultät für Informatik, eines der Hauptanliegen des Programms und ergänzt: "Darüber hinaus soll ICCS natürlich auch das Interesse der ausländischen Studierenden für einen unserer Masterstudiengänge wecken und ihnen die Aufnahme erleichtern". Während ihrer Teilnahme am Programm haben die Studierenden aus der Mongolei bereits vollen Zugang zu allen Netzwerken der TU und können sich so mit wichtigen Abläufen des Auslandsstudiums vertraut machen.

In der Tat signalisieren mongolische Studenten ein reges Interesse an einem Studienaufenthalt in Chemnitz. Ganzorig Ulziibayar begann im Wintersemester 2010/11 sein Masterstudium im Fach Automotive Software Engineering an der TU Chemnitz. "Meine Motivation, nach Deutschland zu kommen, war, eine gute Ausbildung mit dem Kennenlernen von Land und Leuten zu verbinden", erzählt der 22-jährige MUST-Absolvent. "Mir gefällt das breite und interessante Studienangebot, die studentenfreundlichen Einrichtungen mit Bibliothek und Rechenzentrum und nicht zuletzt die Hilfsbereitschaft der Dozenten", fügt Ulziibayar begeistert hinzu. Er möchte auch seine Studienkollegen in der Mongolei zu einem Auslandsstudium in Chemnitz animieren.

Bereits seit mehreren Jahren unterhält die TU Chemnitz gute Kontakte insbesondere in den Bereichen Wirtschaftsmathematik und Wirtschaftswissenschaften zur National University of Mongolia in Ulaanbaatar, der mit 18.000 Studierenden und zehn Fakultäten größten wissenschaftlichen Einrichtung der Mongolei. Erste Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit fanden 2009 anlässlich eines Forschungsaufenthaltes von Prof. Altangerel Lkhamarsuren, der selbst 2006 an der TU Chemnitz promovierte und heute an der National University lehrt, in Chemnitz statt. Im Zuge seines Besuches 2010 in Ulaanbaatar vertiefte Hardt mit Repräsentanten beider mongolischer Universitäten die laufenden Gespräche über die Kooperation in Lehre, Forschung und Organisation von IT-Dienstleistungen. "Wir haben bereits wichtige Anknüpfungspunkte gefunden und möchten diese auch mit unseren Studenten diskutieren", stellt Prof. Dr. Uranchimeg Tudevdagva von der Mongolian University of Science and Technology erfreut fest.

Mit dem ICCS-Programm ist der Fakultät für Informatik bereits ein Meilenstein auf dem Weg zum Ziel gelungen. "Wir alle sind überrascht über die gute Resonanz unseres Konzepts", so Hardt erfreut, "und sehen der Fortentwicklung der Zusammenarbeit zuversichtlich entgegen". Für 2011 etwa wird ein mehrmonatiges Forschungspraktikum in den Laboren der Fakultät für Informatik im Rahmen des ICCS angeboten.

Das ICCS-Programm im Internet: http://www.tu-chemnitz.de/informatik/iccs

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Wolfram Hardt, Telefon 0371 531-25000, E-Mail dekanat@informatik.tu-chemnitz.de

(Autorin: Alice Keönch)

Mario Steinebach
25.01.2011

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