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Mit der Parkeisenbahn zum Studium

Hobby-Lokführer Christian Frenz studiert ab Oktober Maschinenbau an der TU Chemnitz - In der Freizeit wechselt er vom Hörsaal ins Führerhaus

  • Christian Frenz schlüpft während der Saison der Parkeisenbahn mindestens einmal pro Woche in seine Uniform und holt den Zug aus dem Betriebsbahnhof. Foto: Sven Gleisberg
  • Im Führerhaus der Lokomotive sind Technikkenntnisse gefragt. Christian Frenz wird sicher auch im Maschinenbau-Studium von seinem bisherigen Wissen profitieren. Foto: Sven Gleisberg

Eigentlich beginnt für Christian Frenz im Oktober ein neuer Lebensabschnitt - das Studentenleben an der Technischen Universität Chemnitz. Andererseits bleibt vieles beim Alten, denn der 24-Jährige ist weiterhin auch als Maschinenbau-Student der Parkeisenbahn Chemnitz verbunden. Als Lokführer wird er in seiner Freizeit künftig vom März bis Oktober die 2,3 Kilometer große Runde auf der 600-Millimeter-Spur durch den Küchwald drehen. Und im Winter ist er ab und an bei Wartungsarbeiten im Betriebsbahnhof anzutreffen, der übrigens eines der modernsten Bahnbetriebswerke Europas für Schmalspurbahnen ist.

Vor elf Jahren begann Frenz ehrenamtlich bei der Parkeisenbahn zu arbeiten. "In den ersten Jahren musste ich Fahrkarten verkaufen, den Zug als Schaffner begleiten oder den Fahrdienst leiten - also alle Arbeiten verrichten, die bei der Parkbahn anfallen", erinnert sich Frenz. An eine Karriere als Lokführer war damals noch nicht zu denken. Doch über die Jahre hat sich der Hobbyeisenbahner hochgearbeitet und dabei notwendige Prüfungen abgelegt, die für eine Personenbeförderung zwingend vorgeschrieben sind. Heute schlüpft er mindestens einmal pro Woche in die Uniform und absolviert seinen Dienst im Führerhaus der Lokomotiven.

Der Hang zur Technik prägte bei Frenz auch die berufliche Orientierung. In Limbach-Oberfrohna absolvierte er eine Berufsausbildung zum Mechatroniker. Danach absolvierte er den Zivildienst und arbeitete danach noch einige Monate im Lehrbetrieb. "Da ich das Abitur in der Tasche habe und aus der Berufsausbildung sowie aus der Zeit bei der Parkeisenbahn über einiges Technikwissen verfüge, lag der Wunsch, Maschinenbau zu studieren, recht nahe", sagt Frenz. Vielleicht könne die Parkeisenbahn künftig auch von seiner Nähe zur Uni profitieren. "Auch an Lokomotiven treten ab und an technische Probleme auf, wo guter Rat von Experten gefragt ist", sagt Frenz und ergänzt: "Aber auch in Sachen Marketing und PR sind wir für Anregungen immer dankbar." Deshalb würde er sich freuen, wenn viele seiner künftigen Kommilitonen auch mal mit der Parkeisenbahn fahren und im Anschluss vielleicht auch das Gespräch mit Christian Frenz suchen.

Weitere Informationen zur Parkeisenbahn: http://www.parkeisenbahn-chemnitz.de

Mario Steinebach
28.09.2010

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