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Printmedientechnik-Master im Doppelpack

Minu Karumanthra Peethambaran erhält als Erste einen Master-Abschluss von der TU und gleichzeitig von der indischen Manipal University - Seminar zum Thema "Indian High Potentials - Germany´s Future?"

  • Minu Karumanthra Peethambran ist die erste Printmedientechnik-Studentin, die ein zweijähriges Masterprogramm in Manipal (Indien) und in Chemnitz durchlaufen hat, und damit einen Doppelabschluss besitzt. Foto: Schmidt
  • Die indische Studentin Minu Karumanthra Peethambaran verfolgt gemeinsam mit Professor Arved Hübler (M) einen Versuch zur Abnutzung von Tiefdruckformen, der von Rene Schröter geleitet wird. Foto: Schmidt

Es ist eine Premiere: Minu Karumanthra Peethambaran hält sowohl den Masterabschluss der TU Chemnitz als auch den der indischen Manipal University in der Hand. Die 23-Jährige ist die erste Printmedientechnik-Studentin, die das zweijährige Doppelabschluss-Masterprogramm in Manipal und in Chemnitz durchlaufen hat. "Die Partnerschaft mit der privaten Manipal University im Südwesten Indiens, die zu den technischen Top-Universitäten des Landes gehört, besteht bereits seit 2004 und ist eine unserer wichtigsten ausländischen Kooperationen", betont Prof. Dr. Arved Hübler, Leiter des Instituts für Print- und Medientechnik an der TU Chemnitz. "Das gemeinsame englischsprachige Doppelabschlussprogramm bieten wir seit zwei Jahren an. Wer sich dafür entscheidet, verbringt das zweite Semester an unserer indischen Partneruniversität. Umgekehrt kommen die Studenten aus Manipal für das dritte und vierte Semester nach Chemnitz und schreiben hier auch ihre Masterarbeit."

Durch das Auslandsstudium haben die Studenten beider Länder die Möglichkeit, unterschiedliche Lern- und Forschungsansätze kennenzulernen und erhalten einen Einblick in eine andere Kultur und andere Gebräuche. Auch Minu Karumanthra Peethambaran zieht eine positive Bilanz nach einem Jahr Studium in Deutschland: "Die Entscheidung für den Doppelabschluss war eine der besten meines Lebens. Die TU Chemnitz hat in der Drucktechnik einen hervorragenden Ruf. Hier hatte ich die Möglichkeit, an zukunftsweisenden Forschungsprojekten mitzuwirken und meine eigenen Ideen einzubringen. Mein deutsch-indischer Abschluss wird sich sicher auch in meinem späteren Berufsleben bezahlt machen." Dass die Absolventen mit ihrem Doppelabschluss bei Arbeitgebern punkten können, weiß auch Prof. Hübler: "Gerade für international tätige Unternehmen ist das eine gefragte Qualifikation. Schließlich wächst die wirtschaftliche Bedeutung Indiens stetig und Mitarbeiter, die Erfahrung mit Land, Leuten und Kultur mitbringen, werden in deutschen Unternehmen zunehmend benötigt."

Seminar diskutiert deutsche Nachwuchssorgen

Am 17. September 2010 wurde Minu Karumanthra Peethambaran im Rahmen des ersten India Opportunity Seminars an der TU Chemnitz feierlich verabschiedet. Zu diesem Ereignis sind auch zwei Professoren der Manipal University zu Gast: Prof. Radhakrishna S. Aithal und Prof. Prakash Shetty. Neben der Ehrung der ersten Doppelabschluss-Absolventin bietet das Seminar zum Thema "Indian High Potentials - Germany´s Future?" Vorträge von indischen Partnern, die das aktuelle Thema Nachwuchs aufgreifen. "In Deutschland, und besonders in Sachsen, wird die demografische Entwicklung in absehbarer Zeit zu ernsthaften gesellschaftlichen Problemen führen und auch die wirtschaftliche Entwicklungsbasis durch das Fehlen einer ausreichend breiten jungen Generation in Frage stellen. Die Rekrutierung von ausländischen Experten stellt deshalb eine zentrale Aufgabe dar, um dieser Entwicklung vorzubeugen", erklärt Hübler die Hintergründe des Seminars. "Wir möchten Anregungen für den Umgang mit dem Problem vermitteln, ein Gefühl für das Mögliche und das Nötige entwickeln und ein informelles Netzwerk anstoßen, aus dem heraus künftig neue Ideen und Pilotprojekte entstehen sollen", so Hübler weiter.

Weitere Informationen unter http://www.pm-india.in und bei Sylvia Strauß, Telefon 0371 531-35501, -23610, E-Mail sylvia.strauss@mb.tu-chemnitz.de.

(Autorin: Sylvia Strauß)

Mario Steinebach
17.09.2010

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