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Steil rauf, rasant bergab, brennende Sonne und Staub im Gesicht

Nervenkitzel und Hitzeschlacht im Spessart: Das Team der TU Chemnitz ist Deutscher Hochschulmeister im Mountainbike-Team-Relay

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Das Mountainbike-Team der TU Chemnitz im Siegertrikot der Deutschen Hochschulmeisterschaften. Foto: S. Heinke

Neun Studenten und Mitarbeiter der TU Chemnitz gingen bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften (DHM) im Mountainbike in Frammersbach an den Start. Es galt, zwei Wettkämpfe - organisiert von der TU Darmstadt - zu bestreiten. Am Samstagabend wurde die DHM im Team Relay ausgetragen. In diesem Rennen kämpften die Universitäten mit je vier Fahrern, darunter mindestens eine Frau pro Team, um den Titel. Gefahren wurde in Staffelform. Jeder Fahrer musste hier einmal die fünf Kilometer lange staubtrockene und technisch anspruchsvolle Strecke bewältigen. Dabei ging es für die Biker über steile lange Berganfahrten, scharfe enge Kurven und wurzelige verkantete Downhills - eine Prüfung auf Schnelligkeit, Konzentration und Agilität. Nach dem aggressiven Start konnte sich Florian Schön aus Team 1 der TU Chemnitz an erster Position behaupten. Nur wenige Sekunden vor den Verfolgern übergab er an Daniela Storch, die sich auf ihrer Runde kämpferisch stark gegenüber der männlichen Konkurrenz behaupten konnte. Lutz Baumgärtel brachte als dritter Fahrer das Team wieder auf den ersten Platz. Sascha Heinke hatte nach dem letzten Wechsel leichtes Spiel und lies nichts mehr anbrennen - das Team wurde neuer deutsche Hochschulmeister in der MTB-Team Relay vor Würzburg und Freiburg. Die TU Chemnitz stellte an diesem Tag auch ein weiteres Team, bestehend aus reinen Hobbyfahrern. Toni Brunner, Eva Öhmichen, Steffen Öhmichen und Christian Fischer belegten mit etwas Fahrerpech den sechsten Platz.

Am Sonntag wurde im Rahmen des 14. Internationalen Spessart-Bike-Marathon die DHM im MTB-Marathon ausgetragen. In dieser Disziplin mussten die Fahrer ihre Kondition, Technik und Willensstärke auf langen und steilen Bergauffahrten, verwurzelten, steinigen Downhillstrecken und schmalen, anspruchsvollen Single-Trails bei schweißtreibenden 30 Grad Celsius und staubtrockener Piste unter Beweis stellen. Ein besonderes Highlight war der 20-prozentige "Grabig"-Anstieg à la Alp d‘Huez. Eine Gasse frenetisch anfeuernder Zuschauermassen bildete sich vor den Fahrern und ließ die Schmerzen hinauf zum fünf Kilometer entfernten Eichberggipfel vergessen.

Florian Schön, Lutz Baumgärtel, Daniela Storch und Sascha Heinke starteten als Lizenzfahrer auf der 120 Kilometer lange Strecke und bezwangen dabei rund 3.100 Höhenmeter. Dabei konnte sich Sascha Heinke ab dem Start im vorderen Feld behaupten und sich problemlos in der Spitzengruppe einreihen. Trotz vorbildlicher Ernährung gingen ihm zu Beginn der zweiten Runde die Kräfte aus, wodurch er sein eigenes Tempo weiterfahren musste. Auch Florian Schön und Lutz Baumgärtel versuchten, sich bereits in der Startphase vorne zu behaupten, und bildeten eine starke Zweiergruppe. Leider erlitt Baumgärtel bei einer Abfahrt einen Plattfuß. Nach schneller Reparaturphase ging es wieder in den Angriff. Sascha Heinke rollte nach 04:53:09 Stunden auf Platz 9, gefolgt von Florian Schön mit 05:01:37 Stunden auf Platz 11 und Lutz Baumgärtel auf Platz 12 der DHM über die Ziellinie. Leider musste Daniela Storch mit Krämpfen in der zweiten Runde das Rennen abbrechen.

Der Titel des adh-Pokals der Hobbyfahrer wurde auf der Mitteldistanz mit 64 Kilometern und rund 1.650 Höhenmetern ausgetragen. Durch das große Starterfeld von knapp über 1.000 Fahrern gab es zwei zeitversetzte Startblöcke. Steffen Öhmichen, Toni Brunner, Lutz Hofmann, Christian Fischer und Eva Öhmichen starteten für die TU Chemnitz. Nach 2 Stunden und 42 Minuten überquerte Steffen Öhmichen als fünfter der adh-Wertung die Ziellinie. Mit einer Minute Rückstand folgte Toni Brunner nach einem Sturz auf Platz 6. Lutz Hofmann und Christian Fischer fuhren auf die Plätze 13 und 27. Eva Öhmichen wurde noch nach zwei schweren Stürzen vierte in der adh-Wertung bei den Frauen.

Am Ende waren alle Beteiligten überwältigt von der Veranstaltung und Organisation des Marathons in Frammersbach. Die Mountainbiker der TU Chemnitz konnten sich in jedem Wettkampf vorn präsentieren. Im nächsten Jahr wird die TU Chemnitz versuchen, den Titel zu verteidigen und den Pokal im Einzel zu erkämpfen. Das gesamte Team bedankt sich bei allen Begleitern für die tatkräftige Hilfe und das Anfeuern an der Strecke sowie beim Studentenrat der TU Chemnitz für die finanzielle Unterstützung.

(Autoren: Steffen und Eva Öhmichen sowie Lutz Hofmann)

Katharina Thehos
15.07.2010

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