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Premiere: erste Promotion in den Europa-Studien erfolgreich abgeschlossen

Irina Otchirova hat ihr Promotionskolloquium am Institut für Europäische Studien mit Auszeichnung bestanden

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Aus Russland über Ungarn und Bulgarien nach Chemnitz: Irina Otchirova möchte ihrem akademischen Werdegang nach der erfolgreichen Dissertation unter anderem eine Station in Finnland hinzufügen. Foto: privat

Irina Otchirova hat allen Grund zur Freude. Vor kurzem hat die russische Staatsangehörige, die aus der Kalmykischen Republik stammt, ihr Promotionskolloquium am Institut für Europäische Studien mit Auszeichnung bestanden. Die Arbeit mit dem Titel "The EU’s Kaliningrad Policy: Mapping the Place of the Kaliningrad Oblast of the Russian Federation inside the European Union” wurde von den beiden Gutachtern - Prof. Dr. Matthias Niedobitek (Professur für Europäische Integration) als Betreuer und Prof. Dr. Beate Neuss (Professur für Internationale Politik) als Zweitgutachterin - mit der Note "summa cum laude" bewertet. "In meiner Dissertation untersuche ich die EU-Politik in Hinblick auf das Kaliningrader Gebiet Russlands, das infolge der Osterweiterung zur Enklave der EU geworden ist. Ich analysiere die Einbindung Kaliningrads in die Politiken der Europäischen Union aus rechtlicher und politikwissenschaftlicher Perspektive", erklärt die erfolgreiche Promovendin.

Dass die noch in Chemnitz lebende Otchirova ausgerechnet am Institut für Europäische Studien promovierte, liegt bei ihrem akademischen Werdegang nahe. Nach einem Studium der anglistischen Philologie an der Kalmykischen Staatlichen Universität in Elista (Russland) schloss sie das Masterstudium "Gender Studies" an der Central European University Budapest (Ungarn) an, um schließlich am Bulgarisch-Rumänischen Interuniversitären Europazentrum (BRIE) in Ruse (Bulgarien), mit dem die TU Chemnitz enge Kooperationsbeziehungen unterhält, einen Master in European Studies zu erwerben. Von 2006 bis 2009 promovierte sie schließlich an der TU Chemnitz. Hierbei wurde die Akademikerin von verschiedenen Seiten finanziell gefördert, insbesondere von der TU Chemnitz, der Hertie-Stiftung und dem Land Sachsen. Die Arbeit wird noch in diesem Jahr bei "Duncker & Humblot" in der Schriftenreihe "Chemnitzer Europastudien" veröffentlicht.

Ihre Zukunft sieht Irina Otchirova auch weiterhin in der Wissenschaft: "Eine Tätigkeit an einem Forschungsinstitut bietet mir die große Chance, einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Beziehungen zwischen der EU und Russland sowie Deutschland und Russland leisten zu können. Aber auch eine Karriere an einer Universität oder eine Beratertätigkeit schließe ich nicht aus. Zurzeit bin ich auf Jobsuche. In meiner Post-Doc Tätigkeit plane ich außerdem kurzfristige Aufenthalte an europäischen Forschungseinrichtungen, unter anderem einen zweimonatigen Aufenthalt am Aleksanteri Institute der Universität Helsinki, das Osteuropa- und Russlandstudien betreibt."

Die junge Frau hat sich einiges vorgenommen. Vor ihrem erneuten Auszug in die Welt nimmt sie sich dennoch die Zeit, um sich für die Unterstützung während ihrer Promotionsphase zu bedanken: "Ich bin meinem Betreuer Prof. Dr. Matthias Niedobitek und meiner Gutacherin Prof. Dr. Beate Neuss, meinen Kollegen Simone Ruth-Schumacher, Markus Hesse, Ines Görg von der Professur Europäische Integration und vielen anderen Kollegen, aber auch Freunden sehr dankbar für ihre wertvolle Hilfe und ihren Rückhalt. Diese drei Jahre erforderten Selbstdisziplin, Konzentration und Leistung, sie waren aber gleichzeitig voll von positiven Gefühlen und Humor, schönen Erfahrungen, Begegnungen und interessanten Herausforderungen. An dieser Stelle möchte ich auch allen Studierenden der TU Chemnitz viel Erfolg und Mut bei der Suche nach dem eigenen Weg wünschen."

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Matthias Niedobitek, Telefon 0371 531-34912, E-Mail matthias.niedobitek@phil.tu-chemnitz.de.

(Autoren: Prof. Dr. Matthias Niedobitek und Jacqueline Rettschlag)

Katharina Thehos
26.04.2010

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