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Eine ausgezeichnete Karriere

Nur elf Jahre liegen bei Prof. Dr. Martin Wagner zwischen Abiturzeugnis und Habilitation - seit dem 1. März 2010 ist der 31-Jährige jüngster Professor der TU Chemnitz

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Prof. Dr. Martin Wagner Foto: Christine Kornack

Schon mit dem Abitur, für das Prof. Dr. Martin Wagner 1998 als Bester seines Jahrgangs am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Wetter im Ruhrgebiet ausgezeichnet wurde, begann eine Reihe von Superlativen: Sie setzte sich fort mit dem besten Diplom der Fakultät für Maschinenbau an der Ruhr-Universität Bochum nach nur siebeneinhalb Semestern, wurde gefolgt vom Preis für die beste Dissertation der ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten und nimmt ihr vorläufiges Ende in der Ernennung Wagners zum Inhaber der Professur Werkstofftechnik an der TU Chemnitz - und das als jüngster Professor.

Alle diese Rekorde habe er nicht geplant, gesteht Wagner. "Alles, was ich erreicht habe, ist vor allem meinem wissenschaftlichen Umfeld und der fachlichen wie finanziellen Förderung zu verdanken, die ich in den vergangenen Jahren erhalten habe - wie zuletzt durch die Aufnahme in das Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften. Ich sehe es auch einfach als großes Glück, dass alles so gut gelaufen ist für mich", sagt er.

Für ein Maschinenbaustudium entschied sich der heute 31-Jährige, weil er etwas bewegen wollte. "Die Politiker können sagen, wir brauchen ein Drei-Liter-Auto. Es muss aber auch jemanden geben, der es baut", begründet Wagner seine Wahl. Für die Naturwissenschaften interessierte er sich schon zu Schulzeiten. Da man mit diesem Talent nach Wagners damaliger Auffassung "nur Nobelpreisträger oder Lehrer" werden konnte - wobei ihm Ersteres zu unwahrscheinlich schien und ihn die zweite Option auch nicht überzeugen konnte - begann er, sich mit dem Gedanken an ein Ingenieursstudium anzufreunden.

Das Nachdenken über eine akademische Karriere begann erst im Laufe von Wagners Promotion in Bochum. "Ich habe in dieser Zeit gemerkt, dass mir Forschung und auch insbesondere die Lehre viel Spaß machen." Seine Tätigkeit als Postdoc an der Ohio State University und am Lehrstuhl für Werkstoffwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum sowie die dortige Arbeit als Privatdozent für das Lehrgebiet Werkstoffwissenschaft waren schließlich die letzten Stufen auf dem Weg zur Bewerbung an der TU Chemnitz. "Mein größtes Forschungsinteresse - die Untersuchung des mechanischen Werkstoffverhaltens - wird hier am Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik mit Expertise und hoher Qualität betrieben, das ist international bekannt. Die TU Chemnitz bietet mir ein attraktives Umfeld, in dem ich langfristig planen kann", begründet er seinen Weggang aus Bochum und ergänzt: "Ich finde es eine tolle und auch mutige Entscheidung der Berufungskommission, einem jungen Menschen wie mir die Verantwortung eines Professors zu übertragen, das ist ja doch eher selten. Ich möchte sie sehr gern annehmen und hier in den nächsten Jahren einiges voranbringen", verspricht Wagner.

Als Leiter der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe will der dreifache Familienvater bis 2012 "Offene Fragen der Zwillingsbildung in funktionellen und strukturellen Ingenieurwerkstoffen" beantworten. Die Gruppe hatte Wagner 2007 an der Ruhr-Universität Bochum gegründet - zwei Jahre nachdem seine Frau Zwillinge zur Welt brachte. Diese wunderschöne Analogie versinnbildlicht Wagners Spagat zwischen Familie und Beruf. "Die Zeit für Privates muss man sich einfach nehmen", sagt er.

Superlative strebt Wagner nach eigener Aussage auch weiterhin nicht an. "Ich wünsche mir, hier in Chemnitz eine erfolgreiche und schlagkräftige Forschergruppe auf die Beine stellen zu können und möchte mich in den nächsten Jahren ganz meinen neuen Aufgaben in Forschung und Lehre widmen", sagt er. Im Chemnitzer Sonderforschungsbereich "Hochfeste aluminiumbasierte Leichtbauwerkstoffe für Sicherheitsbauteile" (SFB 692 - HALS) der Deutschen Forschungsgemeinschaft wird er in Zukunft mitarbeiten. Daneben ist Wagner in verschiedene Projekte im Bereich Mikrostrukturanalyse und Mechanisches Werkstoffverhalten am Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik involviert.

Kontakt:
Prof. Dr. Martin Wagner, Telefon 0371 531-38683, E-Mail martin.wagner@mb.tu-chemnitz.de

(Autorin: Franziska Männel)

Katharina Thehos
11.03.2010

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