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Für ein ganzheitlich schöneres Chemnitz

Prof. Dr. Henry Schulz, Inhaber der Professur Sportmedizin/-biologie, ist Mitglied im "Kuratorium Stadtgestaltung" der Stadt Chemnitz

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Prof. Dr. Henry Schulz Foto: Ulf Dahl

In Chemnitz gibt es drängende Probleme des Stadtumbaus: Gründerzeit-Quartiere und Neubauviertel im Spannungsfeld von Leerstand, Wohnungsmarkt und Denkmalschutz stehen im Mittelpunkt - und damit aktuelle Themen wie die drohende Verödung des Brühls, das Image-Problem des Sonnenbergs und Konzepte für den Stadtrand. In vielen Städten gibt es Gremien, die den städtebaulichen Wandel begleiten und Verwaltung und Stadtrat bei Entscheidungen zum Stadtumbau unterstützen. Künftig wird auch das Chemnitzer "Kuratorium Stadtgestaltung" beratend wirken bei Vorhaben von besonderer städtebaulicher Bedeutung. Das Kuratorium soll den Fachausschüssen und dem Stadtrat Empfehlungen aussprechen und den Entscheidungsprozess zur Stadtentwicklung auf eine breite Basis stellen. Das Gremium besteht aus acht stimmberechtigten Mitgliedern aus den Fachgebieten Städtebau, Raum- und Landschaftsplanung, Architektur, Denkmalpflege, Stadtökologie, gesunde Lebensräume und Kunst. Mit dabei: Prof. Dr. Henry Schulz, Inhaber der Professur Sportmedizin/-biologie an der TU Chemnitz, der für "gesunde Lebensräume" zuständig ist.

Auch dem Chemnitzer Sportwissenschaftler zeigte sich die sächsische Großstadt bei seinem ersten Besuch nicht von ihrer schönsten Seite: "Mein erster Eindruck von Chemnitz war geprägt von der Fahrt über die Leipziger Straße in das Zentrum, mit dem Anblick von leerstehenden, verfallenen Gebäuden und Baulücken, also insgesamt ein nicht gerade einladender Eindruck einer Stadt." Das Kuratorium hat ein festes Ziel vor Augen: die Verbesserung der Stadtentwicklung, Baukultur und Freiraumqualität in der Stadt. Dabei soll der komplexe Prozess des Stadtumbaus durch fachkundigen Rat, einen ganzheitlichen Blick und neue Ideen aufgewertet werden. Thematisiert werden dabei insbesondere die Möglichkeiten des behutsamen Stadtumbaus unter Wahrung des Stadtbildes sowie die Spielräume und Möglichkeiten für Investitionen in Neubauten und die Gestaltung des öffentlichen Raums im Kontext der städtebaulichen Entwicklung. Es treten aber auch ästhetische, soziale, ökologische und gesundheitliche Fragen in den Blick.

"In einer Stadt kann es auf Grund der Verdichtung der Wohnverhältnisse unter Umständen in Verbindung mit gewerblichen und industriellen Nutzungen zu Beeinträchtigungen der Gesundheit und der Lebensqualität kommen, zum Beispiel durch Lärm, Staub oder Abgase", weiß Schulz. "Dies muss beim Stadtumbau Berücksichtigung finden, so dass mögliche gesundheitliche Schäden dadurch verhindert werden können", so Schulz weiter. Außerdem werde er als Sportmediziner auch ein besonderes Augenmerk darauf legen, dass in der Stadt attraktive Räume entstehen, in denen man sich aktiv bewegen kann. "Gerade für die immer älter werdende Gesellschaft ist körperliche Aktivität und Sport von herausragender Bedeutung im Hinblick auf die Erhaltung der Mobilität und auch die Teilhabe bis ins hohe Lebensalter", erklärt Schulz und fügt hinzu: "Bisher habe ich mich mit der Frage des Einflusses von körperlicher Aktivität und Sport auf den gesunden und kranken Menschen unterschiedlichen Alters beschäftigt. Ich hoffe, dass sich die Ergebnisse dieser Arbeiten in die zukünftige Stadtgestaltung und -entwicklung einbringen lassen."

Die Arbeit des Kuratoriums Stadtgestaltung soll für die Öffentlichkeit transparent gestaltet werden. "Das Kuratorium sieht sich als qualifizierter Mediator zwischen Verwaltung und Öffentlichkeit, der die vorhandenen Potentiale und Chancen in der Stadt weiterentwickelt und Lösungen für bestehende Probleme und offene Fragen, zum Beispiel Stadteingänge und leer stehende Wohnungen findet", weiß Schulz.

(Autorin: Anett Stromer)

Katharina Thehos
25.02.2010

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