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"Ich freue mich, dass ich den Schritt gewagt habe"

Marco Stach, TU-Student der Wirtschaftswissenschaften, sammelt an der California State University San Bernardino Auslandserfahrung

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Neben der Uni bleibt auch Zeit, das Land zu erkunden: Marco Stach hat seine Entscheidung für das Auslandssemester in Kalifornien nicht bereut. Foto: privat

"Ich wollte das sehr eng gepackte sechssemestrige Bachelorstudium nicht einfach abarbeiten", erzählt Marco Stach, TU-Student der Wirtschaftswissenschaften. Um sein Studium "noch zu bereichern", absolviert er seit September 2009 ein Semester - beziehungsweise zwei Quarter - an der California State University San Bernardino in den USA. Bei der Organisation geholfen hat ihm der Service von College-Contact. "Das ist ein Service, der, finanziert durch die Finanzmittel der einzelnen Partneruniversitäten, interessierten deutschen Studenten bei der Bewerbung und allen weiteren Fragestellungen hilft", erklärt der 23-Jährige und ergänzt: "Bei der Wahl der Uni bin ich vor allem nach den Studiengebühren gegangen und habe versucht, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden." Dieses, der schöne Campus und der gute Ruf der Wirtschaftsfakultät haben ihn schließlich von der Universität in San Bernardino überzeugt - mit dem Auto eine Stunde östlich von Los Angeles gelegen. Zu den vier weiteren deutschen Studenten, die über College-Contact an die gleiche Universität vermittelt wurden, hat er schon vor der Abreise Kontakt aufgenommen und hatte so von Beginn an Mitstreiter auf dem Weg durch den Uni-Dschungel. "Die ersten aufregenden Tage waren geprägt von Organisation und Einführungsveranstaltungen für die International Students. Rund 95 Prozent der Internationals sind Asiaten - und darunter wir fünf Deutschen", erinnert sich Stach.

Unterschiede zum deutschen Unialltag weiß er inzwischen eine Menge zu nennen: "Die frühesten classes beginnen morgens um sieben, die spätesten enden um 22 Uhr. Die Klassen sind mit meistens 20 Leuten sehr klein und die Professoren sind eher Kumpeltypen. Es gibt keine Unterteilung in Vorlesungen und Übungen, sondern es wird beides miteinander verbunden", erzählt Stach und fügt hinzu: "Der Unterricht ist sehr interaktiv. Jeder wird einbezogen und muss seinen Beitrag leisten. Es wird sehr viel praktischer Bezug aufgezeigt, das macht das Lernen wirklich interessant." Das Anforderungsprofil sei jedoch in Chemnitz höher - mancher Stoff, den er an der TU in den ersten beiden Semestern hatte, kommt an der kalifornischen Hochschule erst im zweiten Jahr an die Reihe - dennoch sei der Unterricht durch die Interaktion und den Praxisbezug sehr anspruchsvoll. Was er an den USA am meisten schätzt? "Die Professoren sind sehr locker und man hat immer mehr das Gefühl, dass nichts gezwungen ist", so Stach. "Frech" hingegen findet er die Bücherpreise: "Die Bibliothek ist sehr groß, aber nur mit alten Schinken aus den 70-er und 80-er Jahren gespickt. Für ein neues Buch zahlt man nicht selten 200 bis 300 Dollar, für gebrauchte auch 100 bis 150", sagt Stach und verrät einen Tipp: "Ich habe alle meine Bücher online bestellt und dort einige Schnäppchen gemacht."

Nach wie vor ungewohnt ist für ihn die 24-stündige Präsenz der Polizei auf dem Campus, auf dem er auch wohnt. "Mehrere Polizeistreifen sind rund um die Uhr im Einsatz und sorgen für Recht und Ordnung. Man muss dazu sagen, dass San Bernardino nicht gerade die sicherste Stadt Kaliforniens ist", sagt Stach. Aber: "Auf dem Campus braucht man absolut keine Angst zu haben. Das Einzige, was ich bei nächtlichen Spaziergängen bisher gesehen habe, waren kleine Hasen und ein Kojote." Aufregender geht es da schon bei seinen Unternehmungen in Kalifornien zu: Campen im Yosemite National Park, Surfen in Oceanside, Kajak fahren auf dem offenen Meer, Besuche an den Stränden Santa Monica, La Jolla, Venice Beach und Santa Barbara und Roadtrips nach San Francisco ("eine super Stadt, die sehr europäisch geprägt ist"), Los Angeles ("ziemlich überbewertet und bei weitem nicht so cool wie San Francisco") und Las Vegas ("eine übertriebenere Stadt gibt es einfach nicht - alles riesig und protzig und so viele Menschen") sowie San Diego standen bisher auf Stachs Programm.

Knapp sechs Wochen USA liegen noch vor dem Sachsen-Anhaltiner. Nach seinem Urlaubssemester steigt er im Sommer an der TU Chemnitz wieder ins fünfte Fachsemester ein. "Ich werde diese Erfahrung auf jeden Fall nie vergessen und freue mich, dass ich den Schritt gewagt habe", urteilt Stach.

Kontakt:
Studierenden, die sich ebenfalls für ein Auslandssemester in den USA und vor allem in Kalifornien interessieren, steht Marco Stach gern Rede und Antwort: marco.stach@s2006.tu-chemnitz.de. Mehr über seine Eindrücke berichtet er auch in seinem Blog: http://california.kronriss.com

Katharina Thehos
16.02.2010

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