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Preise für "schicke Ideen"

Von vertonter Fachliteratur zum Baukastenprinzip für Burger: Gründernetzwerk SAXEED vergab Preise für die besten Geschäftsideen

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Preisverleihung des SAXEED-Ideenwettbewerbes 2009 Foto: SAXEED

Egal ob verrückt, gewagt, schräg oder auch völlig normal - mit einer feierlichen Preisverleihung endete am 1. Dezember 2009 der SAXEED-Wettbewerb "Schicke Ideen 2009". Neben der symbolischen Schlüsselübergabe zur Gründung des Kompetenzzentrums Unternehmensgründung durch den Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, an Prof. Dr. Cornelia Zanger waren die Live-Präsentationen der acht nominierten Gründungsideen Höhepunkt der Veranstaltung. Diese Finalisten ergaben sich aus der im Vorfeld durchgeführten Jurybewertung aller eingereichten Ideen.

Acht Geschäftsideen - davon fünf von Studenten und drei von Wissenschaftlern - hatten im Rahmen eines Elevator Pitches die Möglichkeit, sich und ihr Vorhaben kurz und knackig vorzustellen. Ziel dieser Präsentation war es, die anwesende Fachjury und das Publikum vom wirtschaftlichen Nutzen und den Perspektiven der vorgestellten Geschäftsidee zu überzeugen. Die anschließende Jurybewertung und eine Publikumsabstimmung entschieden schlussendlich über die Platzierung der Bewerber.

Als beste der vielen "schicken" Ideen ging das Projekt StudiVerlag hervor. Das Chemnitzer Studententeam um Martin Obst, Felix Merz und André Jontza plant, zukünftig Lehrbücher kapitelweise sowie Artikel aus Fachjournalen und wissenschaftliche Arbeiten zu vertonen und damit für Studenten und Schüler verschiedener Fachrichtungen Fachliteratur anzubieten, die im Studien- und Schulalltag ersetzend oder ergänzend zum geschriebenen Lehrbuch zur Wissensaneignung genutzt werden kann. Die Idee basiert auf der Grundannahme, dass das Hören neben dem Sprechen und Lesen zu den effektivsten und erfolgreichsten Arten des Lernens und der Informationsaufnahme zählt.

Den zweiten Platz belegte das Vorhaben von Malte Scholz und Carola Krätzel, zwei Studenten der TU Chemnitz. Das Team stellte mit der Idee der "Caesar Burger Börse" ein erlebnisbasiertes Fast-Food-Modell vor, das es jedem Gast ermöglicht, sich seinen eigenen Burger nach einem Baukastenprinzip und entsprechend den individuellen Geschmacksvorlieben und Zutatenwünschen selbst zusammen zu stellen. Auch in puncto Preisgestaltung beschreiten die Studenten mit Ihrer Idee einen neuen Weg in der Fast-Food-Welt - die jeweiligen Zutaten müssen ersteigert werden. Wobei sich dadurch - abhängig von Tageszeit und Kundenanzahl - immer unterschiedliche Preise für die bestellten Burger ergeben.

Martin Frenzel, Student an der TU Chemnitz, erreichte mit seiner Idee "A.I.R." den dritten Platz. Die Idee ist ein nahezu autark funktionierendes Luftschiff, das sozusagen mit Wasser fliegt. Mit seiner Idee stellt sich der Student der weltweit an Bedeutung gewinnenden Suche nach neuen Konzepten zur Verbesserung der Energiesituation.

Erstmalig ausgelobt wurde dieses Jahr ein Sonderpreis für die beste Einreichung von Wissenschaftlern. Diesen Preis entgegen nehmen konnte das Team um Prof. Dr. Wolfgang Benn, Inhaber der Professur Datenverwaltungssysteme an der TU Chemnitz, mit der Idee "dimensio informatics - the spirit of speed". Ziel von dimensio informatics ist die Vermarktung von dimensio, einem neuartigen Produkt für den hochperformanten Zugriff auf relationale Datenbanken. Das Team ist mit diesem Produkt in der Lage, eine belastbare, funktionsfähige und marktgerechte Problemlösung zur schnellen Suche und Speicherung von komplexen Datenbeständen anzubieten, die sich grundlegend von bereits am Markt befindlichen Angeboten unterscheidet.

Die beiden Erstplazierten planen in der näheren Zukunft ihre Idee weiterzuentwickeln und diese auf den Markt zu bringen. Auf ihrem Weg in die erfolgreiche Selbstständigkeit werden sie - wie auch die anderen Teams des Wettbewerbes - weiterhin von SAXEED begleitet und betreut.

Der SAXEED-Ideenwettbewerb fand in diesem Jahr bereits zum fünften Mal statt. Er wurde an der TU Chemnitz, der TU Bergakademie Freiberg, der Hochschule Mittweida (FH) sowie der Westsächsischen Hochschule Zwickau ausgelobt. Zur Teilnahme aufgerufen waren Studenten, Wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren. Die Aufgabe der Wettbewerbsteilnehmer bestand darin, eine Geschäftsidee oder ein Geschäftskonzept mit möglichst hohem wirtschaftlichem Potential auf zwei bis fünf Seiten vorzustellen. Die Ideenskizzen mussten ausdrücklich noch nicht bis ins Detail konzipiert sein. Sie sollten vielmehr den erwarteten Kundennutzen, die Marktsituation, das geschätzte Marktpotenzial sowie erste Vorstellungen zur Umsetzung aufzeigen. Die drei aussichtsreichsten Ideen wurden mit insgesamt 1.300 Euro Preisgeld prämiert. Dieses wurde vom Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) zur Verfügung gestellt. Der eigentliche Gewinn für alle Teilnehmer des Wettbewerbs liegt jedoch in der aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema Existenzgründung sowie dem vielschichtigen Feedback, das jeder Teilnehmer von den Juroren bekommen hat. Auch im Jahr 2010 wird es wieder einen Ideenwettbewerb geben. Der Startschuss hierfür fällt mit Beginn des Sommersemesters 2010.

Weitere Informationen erteilt Susanne Schübel, Telefon 0371 531-37689, E-Mail susanne.schuebel@saxeed.net.

Katharina Thehos
04.12.2009

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