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Vier Jahrzehnte Informatik an der TU Chemnitz

Mit einer Festveranstaltung zeigt die Fakultät für Informatik am 30. Oktober 2009 ihr modernes Gesicht

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Auch die Rechentechnik hat sich in den vier Jahrzehnten enorm weiterentwickelt. Wo einst Rechenanlagen wie der R300 von Robotron standen, sorgen heute Supercomputer für ausreichend Rechenleistung. Fotos: Universitätsarchiv, Bildarchiv der Pressestelle/Wolfgang Thieme

"Die Fakultät für Informatik der TU Chemnitz einschließlich ihrer Vorläufereinrichtung blickt in diesen Tagen auf erfolgreiche 40 Jahre der Informatik zurück. Mehr als 1.000 Studierende haben in diesen Jahren hier ihr Studium erfolgreich abgeschlossen. Hinzu kommen zahlreiche Studierende anderer Sektionen bzw. Fakultäten, wie die Wirtschaftsinformatiker, die auch von unseren Mitarbeitern in der Lehre betreut wurden und werden", sagt Prof. Dr. Wolfram Hardt, Dekan der Fakultät für Informatik. Die Geschichte der Chemnitzer Informatik-Ausbildung geht zurück auf die Gründung der Sektion Rechentechnik-Datenverarbeitung an der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt im Jahr 1969. Ein Jahr später begann die Ausbildung erster eigener Studenten. Langjähriger Sektionsdirektor war Prof. Dr. Klaus Mätzel. 1991 teilte sich die Sektion Informatik in den Fachbereich Informatik und das Universitätsrechenzentrum. 1994 wurde die Fakultät für Informatik gegründet. Heute umfasst die Fakultät 13 Professuren und eine Juniorprofessur.

"In den vergangen drei Jahren ist uns die Umstellung von Diplom- auf die neuen Bachelorstudiengänge gut gelungen", schätzt Hardt ein. Zudem biete die Fakultät jetzt auch ein differenziertes Masterprogramm an, dessen Quintessenz zunächst fünf Säulen bilden, die vom Fundament des Bachelorstudiums der Informatik getragen werden. Diese beinhalten auf dem Gebiet der Kerninformatik die Masterstudiengänge "Informatik" und "Data & Web Engineering" sowie drei Master zu den drei Forschungsschwerpunkten der Fakultät: "Parallele und Verteilte Systeme", "Automotive Software Engineering" und "Intelligente Medien und Virtuelle Realität". Daneben steht als sechste Säule der Studiengang "Informatik für Journalisten".

Neben der Ausbildung hat in den 40 Jahren auch die rechentechnische Ausstattung einen rasanten Fortschritt gemacht. Beginnend mit dem ZRA1 aus Jena und dem polnischen Kleinrechner ODRA1013 über erste Rechner aus dem Hause Robotron und teilweise sehr leidvollen Erfahrungen mit Rechnern aus der ESER-Serie kam es Anfang der 90-er Jahre zu einem gewaltigen Schub in der rechentechnischen Ausstattung für Lehre und Forschung. "Von 1994 bis heute wurden mehr als drei Millionen Euro in die rechentechnische Ausstattung der Fakultät investiert", ergänzt der Dekan. Mehr als 100 Computer in sieben Rechnerpools unterstreichen heute das hohe Ausstattungsniveau. Zudem sind beispielsweise Professuren unserer und benachbarter Fakultäten gemeinsam mit dem Universitätsrechenzentrum seit vielen Jahren intensiv auf dem Gebiet des Hochleistungsrechnens aktiv und verfügen über leistungsstarke Supercomputer.

"Hervorzuheben ist auch die enorm wichtige und damit zunehmende Vernetzung mit Unternehmen der Region", betont der Dekan. So wurde im September 2007 das Netzwerk "IT-Bündnis für Fachkräfte" von der TU Chemnitz gemeinsam mit verschiedenen Firmen der IT-Branche aus der Region Chemnitz und der CWE Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH ins Leben gerufen. Gemeinsames Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für einen Job in der Informationstechnik-Branche in der Region zu begeistern - etwa durch Ringvorlesungen oder Exkursionen. Auch beim regelmäßig stattfindenden "Tag der Fakultät für Informatik" suchen die Wissenschaftler den Schulterschluss mit der Wirtschaft.

Im Bereich Forschung fand mit der Neustrukturierung der Fakultät auch eine Erweiterung des Forschungsprofils auf der einen Seite und gleichzeitig eine Bündelung der Kompetenzen in drei Forschungsschwerpunkten "Parallele, verteilte Systeme, "Eingebettete, selbstorganisierende Systeme" und "Intelligente, multimediale Systeme" statt. Hieraus sind Forschungsprojekte wie "sachsMedia", "Energieeffiziente Produkt- und Prozessinnovationen in der Produktionstechnik" oder Forschungskooperationen mit renommierten Firmen wie BMW hervorgegangen. Gleichzeitig ist die Fakultät auch in der Kooperation mit anderen Fakultäten der Universität aktiv, wie z.B. dem SEDAC-Konsortium (Selforganizing Energy Efficient Driving Assistance and Communication). Hier arbeiten die Fakultät für Informatik, die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie die Philosophische Fakultät interdisziplinär zusammen.

Auch im Bereich der Studienwerbung hat die Fakultät in den vergangenen Jahren ihre Aktivitäten intensiviert. Eine Informatik-AG, die Schüler-Uni, die "Sommerakademie Informatik: IT is your turn girls", die Technikschnupperwoche oder andere Veranstaltungen unterstreichen das Bemühen der Fakultätsangehörigen, frühzeitig junge Leute für die Informatik und ein Studium an der TU Chemnitz zu begeistern.

Mit einer Festveranstaltung am 30. Oktober 2009 möchte die Informatik der TU Chemnitz ihr modernes Gesicht mit einem klaren Profil in Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung zeigen. Nicht ganz ohne Stolz sehen sich die Informatiker in Chemnitz bestens aufgestellt und für die Zukunft gerüstet.

Weitere Informationen zur Fakultät und zur Festveranstaltung sind im Dekanat der Fakultät für Informatik der TU Chemnitz, Telefon 0371 531-25000, E-Mail dekanat@informatik.tu-chemnitz.de, oder im Internet unter http://www.tu-chemnitz.de/informatik erhältlich.

Mario Steinebach
20.10.2009

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