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"In einem Monat etwa 5.000 Kilometer durch Sachsen"

Stefanie Hübner, Absolventin der Europastudien der TU Chemnitz, hat Ministerpräsident Stanislaw Tillich während des Wahlkampfes unterstützt

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Stefanie Hübner (3.v.l.) bei einem Wahlkampfevent mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich und dem sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Frank Kupfer (l.). Foto: privat

Kurz vor Wahlen, egal ob Landtags- oder Bundestagswahlen, betreiben die Parteien forciert Wahlkampf. Dabei wird jede helfende Hand benötigt, um Flyer zu verteilen und Kandidaten bei ihrer Wahlkampftour zu begleiten. Stefanie Hübner, Absolventin des Studienganges Europastudien an der TU Chemnitz, war hautnah im Wahlkampf von Sachsens Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich dabei.

Nach ihrem Abitur hat sich Hübner für die Europastudien in Chemnitz entschieden, da sie die fächerübergreifende Ausbildung von Politik, Recht, Kulturwissenschaften und Geschichte gereizt hat. "Hinzu kam, dass ich an der tschechischen Grenze aufgewachsen bin", berichtet Hübner und fügt hinzu: "Da war es besonders reizvoll, Tschechisch zu lernen und den Schwerpunkt des Studiums auf deutsch-tschechische Zusammenhänge zu legen." Nach ihrem Bachelor-Abschluss hat sie sich für den Master "Europäische Integration" an der TU Chemnitz entschieden. Hübner wollte nicht nur ihre Kenntnisse der rechtlichen und politischen Strukturen der EU vertiefen, es war auch die gute Betreuung zwischen Dozenten und Studenten, die sie bewogen hat, ihre Studienzeit in Chemnitz zu verlängern. Das im Masterstudiengang geforderte Auslandspraktikum absolvierte die Zittauerin in Tschechien an der TU Liberec.

Im Rahmen ihres Bachelorstudiums hat Hübner ein vierwöchiges Praktikum beim Sächsisch-Tschechischen-Hochschulzentrum, heute Sächsisch-Tschechische Hochschulinitiative der TU Chemnitz, absolviert. Dieses "Interreg-Projekt" ging 2006 in die zweite Runde und da wurde sie bis 2008 als studentische Hilfskraft eingestellt. "Ich habe das Team um Ilona Scherm bei der Durchführung von Fachtagungen und Exkursionen im sächsisch-tschechischen Grenzgebiet unterstützt", berichtet Hübner und sagt weiter: "Wir haben Informationsmappen vorbereitet und waren bei den Tagungen als organisatorische Unterstützung dabei". Bis 2009 war die TU-Absolventin als Wissenschaftliche Hilfskraft an der Professur Sozial- und Wirtschaftsgeographie bei Prof. Dr. Peter Jurczek, dem Initiator dieses Projektes, beschäftigt. "Das Sächsisch-Tschechische-Hochschulzentrum hat sich für viele Studierende mit Ideen und Projekten im Kopf als Anlaufstelle entwickelt und etabliert. Es ist nicht nur für die Studenten und Professoren der Philosophischen Fakultät unabdingbar, sondern auch für das Zusammenwachsen der TU Chemnitz mit den tschechischen Partneruniversitäten", meint die 25-Jährige. Seit 2007 ist sie auch Mitglied im Junior Team Europa der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Die Junior-Teamer gehen an sächsische Schulen und versuchen, Schüler für europäische Themen spielerisch zu sensibilisieren.

Während ihres Studiums hat Hübner beim Bundestagsabgeordneten Michael Kretschmer ein zweimonatiges Praktikum absolviert. Kretschmer ist gleichzeitig Generalsekretär der Sächsischen Union, d. h. er organisiert die inhaltliche Leitung der CDU in Sachsen. Er hat der TU-Absolventin angeboten, das Tillich-Wahlkampfteam zu unterstützen. "Zunächst war natürlich eine große Portion Neugierde dabei. Die Vorstellung, Herrn Tillich zu begleiten und viele neue Menschen kennenzulernen, war sehr spannend", sagt die TU-Absolventin und fügt hinzu: "Selbstverständlich hat man auch die Chance, Kontakte zu knüpfen und einen Einblick in die politische Arbeit auf Landesebene zu erhalten."

Im Juli und August 2009 hat sie die Wahlkampfplanung tatkräftig unterstützt: "Das bedeutete, dass jeder Tag im August präzise geplant werden musste. Herr Tillich besuchte an 31 Tagen alle 60 Landtagskandidaten mindestens ein- bis zweimal. Die Landtagskandidaten haben Vorschläge gemacht, welche Orte bzw. welche Einrichtungen aus ihrem Wahlkreis Herr Tillich besuchen sollte", berichtet Hübner. "Wir haben die Veranstaltungen vor Ort durchgeführt und uns vorher alle Lokationen angesehen. Dabei habe ich Checklisten geführt. Es gibt bei der Planung einiges zu beachten: Wo kann der Bus parken, brauchen wir eine Genehmigung? Wie lange wird Herr Tillich eine Rede halten? Gibt es Gesprächsrunden, Werksbesichtigungen oder Marktrundgänge und wie lange brauchen wir zum nächsten Veranstaltungsort? Aus diesen Informationen habe ich kleine Ablaufpläne zu den Terminen erstellt und zugearbeitet, aus denen dann ein großer, ausführlicher Plan entstanden ist", so Hübner weiter.

Der eigentliche Wahlkampf begann am 1. August 2009. Es wurden zwei "Team Tillichs" gebildet, die für den reibungslosen Ablauf zuständig waren. Hübner wurde Teamleiterin von einem Team mit vier weiteren Studenten. Fast jeden Tag haben die TU-Absolventin und ihr Team den sächsischen Ministerpräsidenten auf seiner Wahlkampftour begleitet, d.h. sie haben Tüten mit Infomaterial gepackt und verteilt, Informationsstände aufgebaut und standen Bürgern für Fragen jeder Art zur Verfügung. "Wir sind so in einem Monat über 5.000 Kilometer durch Sachsen gefahren. Dippoldiswalde, Döbeln, Zittau, Rathen in der Sächsischen Schweiz, Plauen, Bautzen, Marienberg, Weißwasser und Hoyerswerda sind nur einige Beispiele", berichtet die 25-Jährige. Die Wahlkampftour war so nicht nur eine persönliche Herausforderung für Hübner, sondern auch eine sehr aufregende Zeit. "Teamarbeit und selbständiges Handeln waren das Wesentliche. Auch wenn es vier anstrengende Wochen waren, habe ich so viel Schönes erlebt und einiges dazu gelernt", resümiert Hübner. So liegt es nahe, dass sich die 25-Jährige nach ihrem Masterstudium vorstellen kann, in einem politisch-administrativen Gebiet Fuß zu fassen.

(Autorin: Anett Stromer)

Katharina Thehos
20.10.2009

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