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Mathematik im Schatten des Fichtelberges

22. FEM-Symposium der Fakultät für Mathematik fand in Oberwiesenthal statt und sprach sowohl führende Wissenschaftler als auch Nachwuchsforscher an

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Die Teilnehmer des 22. FEM-Symposiums. Foto: Torsten Hein

Vom 28. bis 30. September 2009 veranstalteten die Numerik-Professuren der Fakultät für Mathematik an der TU Chemnitz das 22. FEM-Symposium, diesjährig in Oberwiesenthal. Dieses Symposium wurde erstmals im November 1978 durchgeführt und kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. In den Jahren 1978 bis 1990 fand es alle drei Jahre in Chemnitz, damals Karl-Marx-Stadt, statt. Die Teilnehmerzahl stieg von anfangs 95 auf 200 Teilnehmer im Jahre 1990. Diese große Zahl stellte die Organisatoren vor schwerwiegende Probleme. Des Weiteren war eine wissenschaftliche Diskussion von Vorträgen kaum noch möglich, weshalb entschieden wurde, das FEM-Symposium in dieser Form nicht fortzuführen.

Stattdessen fanden in den Jahren 1991 bis 1995 kleine Workshops mit einer begrenzten Anzahl an Teilnehmern statt. Die Themengebiete wurden aus dem großen Bereich der FEM und partieller Differentialgleichungen sowie deren Anwendungen gewählt. Aufgrund der guten Erfahrungen in diesen Workshops, entschloss man sich im Jahre 1997 zur Fortführung jener unter dem Namen FEM-Symposium. Weitere Einzelheiten zur Geschichte finden sich auf der Internetseite http://www.tu-chemnitz.de/mathematik/fem-symposium/history.

Durch die Begrenzung der Teilnehmer, der damit verbundenen Diskussion neuer Forschungsergebnisse bezüglich FEM und verwandter Themen sowie deren Bezug zu praktischen Anwendungen findet es sowohl bei führenden Wissenschaftlern in den entsprechenden Forschungsgebieten als auch bei vielen Nachwuchswissenschaftlern Anklang. So erhalten diese in den Diskussionen der Vorträge auch neue Ansätze sowie Tipps für ihre Forschung.

Neben den allgemeinen Themen "adaptive Methoden", "paralleles Rechnen" sowie "Verfahren höherer Ordnung" wurden dieses Jahr insbesondere Vorträge zu den Gebieten "Löser und Gebietszerlegung", "Sensitivitätsanalyse und algorithmische Differentiation in der FEM" sowie "FEM für Maxwell Gleichungen" angenommen. Als Hauptredner waren hierzu Prof. Dr. Axel Klawonn von der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Andrea Walther von der Universität Paderborn sowie Prof. Dr. Martin Costabel von der Université de Rennes, Frankreich, eingeladen. Im Programm befand sich auch eine Wanderung auf den Fichtelberg, den mit 1.215 Metern zweithöchsten Berg des Erzgebirges, wo auch beim gemeinsamen Dinner am Abend neue Kontakte geknüpft, alte Kontakte aufgefrischt sowie längere wissenschaftliche Diskussionen geführt werden konnten. Die Teilnehmer und Organisatoren freuen sich schon jetzt auf das nächste FEM-Symposium im Jahr 2010, wenn wieder neueste Forschungsergebnisse präsentiert werden.

(Autor: Jens Rückert)

Katharina Thehos
01.10.2009

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