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Große Mehrheit für das Semesterticket

Studentenrat der TU Chemnitz präsentierte Ergebnisse der Semesterticket-Befragung, die gemeinsam mit Soziologiestudenten durchgeführt wurde - Studie ist Basis für Verhandlungen mit Verkehrsbetrieben

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Foto: Bildarchiv

Zum Wintersemester 2009/2010 muss das Semesterticket für die Chemnitzer Studierenden neu verhandelt werden, da die bisherige Vereinbarung mit dem Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) am Ende des Sommersemesters 2009 ausläuft. Um bei den Verhandlungen besser auf die Bedürfnisse der Chemnitzer Studierenden eingehen zu können, hat der Studentenrat der TU Chemnitz eine Studie zur "Mobilität Chemnitzer Studierender" in Auftrag gegeben, die von der Fachgruppe der Soziologiestudierenden von August 2008 bis Februar 2009 durchgeführt wurde.

Von 10.284 Studierenden, die im Wintersemester 2008/2009 zum Zeitpunkt der Erhebung an der Technischen Universität Chemnitz eingeschrieben waren, beteiligten sich 3.974, was einer Rücklaufquote von etwa 38,6 Prozent entspricht. Sowohl bei der Verteilung der Ergebnisse von Studierenden der einzelnen Fakultäten, dem Geschlecht als auch dem Fachsemester nach, sind die Resultate nach sozialwissenschaftlichen Aspekten ein gutes Abbild der Chemnitzer Studierendenlandschaft.

Die Studie zeigt, dass 83 Prozent der Studierenden in Chemnitz wohnen, der Rest fast ausschließlich im Chemnitzer Umland. Die große Mehrheit (60,8 Prozent) benutzt das Semesterticket meist oder immer, um zur Uni zu kommen. Und für das Pendeln zwischen den Uniteilen nutzen 75,6 Prozent das Ticket. Das zeigt, dass die Chemnitzer Studierenden auf das Semesterticket angewiesen sind. Mehr als die Hälfte der Befragten wollen daher das Semesterticket in seiner jetzigen Form behalten, weitere rund 35 Prozent würden sich für eine Erweiterung des Geltungsbereichs aussprechen.

Außerdem erhob die Studie Daten über die finanziellen Verhältnisse der Studierenden. Es hat sich gezeigt, dass das durchschnittliche Einkommen der Chemnitzer Studierenden unter dem bundesdeutschen Schnitt liegt. Bei Studierenden mit einem Einkommen von mehr als 1.000 Euro im Monat ist die Tendenz für die Abschaffung des Semestertickets fast doppelt so hoch (14,4 Prozent) als im Vergleich zu Studierenden, die nur bis 500 Euro im Monat zur Verfügung haben (7,3 Prozent). Diese stehen dagegen sogar einer Ausweitung des Geltungsbereichs positiver gegenüber.

Im Ergebnis der Studie wird ein Stufenmodel vorschlagen, das ein Sockelticket für den innerstädtischen Bereich beinhaltet und zudem die Möglichkeit bietet, Erweiterungstickets hinzuzukaufen. Die Mobilitäts-Studie gibt aufgrund der finanziellen Situation der Studierenden zu bedenken, dass das künftige Semesterticket, auch mit einer möglichen Erweiterung, nicht viel teurer werden darf.

Die gesamte Studie ist auf der Webseite des Studentenrats unter http://www.stura.tu-chemnitz.de/doc/mobilitaet2009.pdf zu finden.

(Autor: Arne Werner)

Mario Steinebach
28.04.2009

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