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Chemnitzer Sportstätten unter der Lupe

Die Stadt Chemnitz und Sportwissenschaftler der TU entwickeln einen Plan zur optimalen Sportstättenversorgung, der bis in das Jahr 2020 weist - Erste Ergebnisse ihrer Studie werden am 13. Dezember 2007 dem Kultur- und Sportausschuss im Rathaus vorgestellt

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Mit Fragebogen und Diktiergerät: Prof. Dr. Siegfried Nagel (3.v.r.), Inhaber der Professur Sportsoziologie/-ökonomie an der TU Chemnitz, seine Mitarbeiterin Anne Seyfert (2.v.r.) und Sportökonomie-Student Alexander Peter analysieren im Auftrag der Chemnitzer Stadtverwaltung die Sportstätten der Stadt und entwickeln daraus einen Sportentwicklungsplan für Chemnitz. Im Bild: Matthias Heymann (l.), Leiter des Chemnitzer Sportforums, und Uwe Schernekau, Sachbearbeiter im Sportamt der Stadt Chemnitz, geben den Wissenschaftlern bereitwillig Auskunft. Das Sportforum an der Werner-Seelenbinder-Straße ist insbesondere für die Leichtathleten Trainingsstätte Nummer Eins in Chemnitz. Foto: Mario Steinebach

In Chemnitz besitzt der Sport eine große und weltweit beachtete Tradition. Zahlreiche Welt- und Europameister tragen den Namen der Stadt in alle Welt. Insbesondere die idealen Trainingsbedingungen unterstützten auch Katarina Witt (Eiskunstlauf), Lars Riedel (Diskuswerfen) und Michael Ballack (Fußball), sportliche Spitzenleistungen zu erzielen. Doch es ist nicht nur der Leistungssport, der von den Trainingsbedingungen in den Sportstätten profitiert. Hinzu kommen auch der Breitensport, der Kinder- und Jugendsport, der Behindertensport und der Seniorensport. Insgesamt gehen 31.314 Mitglieder in 198 Chemnitzer Sportvereinen ihrem Lieblingssport nach, so eine Erhebung vom März 2007. Sie nutzen Sporthallen und Trainingsplätze, die sowohl unter städtischer als auch unter Vereinsaufsicht betrieben werden. Doch sind all diese Sportstätten auf gleich hohem Niveau? Wie ist der Bauzustand? Wie lange laufen die Mietverträge?

"Um zu wissen, was in den Chemnitzer Sportstätten gemacht werden soll, wird zurzeit ein Sportentwicklungsplan erarbeitet. Dazu hat die Stadt Chemnitz die Initiative ergriffen, mit der Technischen Universität einen Vertrag geschlossen und so wird die Professur Sportsoziologie/-ökonomie der TU Chemnitz im Auftrag der Stadtverwaltung den Plan erarbeiten. Zum einen erfassen wir damit die vorhandenen Sportstätten und zum anderen stellen wir den Bedarf fest: Was wird wo gebraucht? Nächster Termin für einen Zwischenbericht ist am 13. Dezember 2007 in der Sitzung des Kultur- und Sportausschusses im Rathaus. Der Abschlussbericht soll im Spätherbst 2008 schließlich auch dem Stadtrat vorgelegt werden", erläutert Bürgermeisterin Heidemarie Lüth, zu deren Ressort auch der Sport in Chemnitz gehört.

Der erste Teil des Projekts läuft seit Anfang September. Mitarbeiter und Studierende des Instituts für Sportwissenschaft erfassen gemeinsam mit Vertretern des Sportamtes der Stadt Chemnitz die Sportstätten und bewerten diese nach qualitativen und quantitativen Gesichtspunkten. "Zum einen wird der bauliche Zustand der Sportstätten inklusive der Sanitäranlagen aufgenommen. Zum anderen wird die Anzahl aller in Chemnitz vorhandenen Sportstätten mit einem aktuellen Stand der Auslastung und dem Bedarf an zusätzlichen Kapazitäten ermittelt. In einer weiteren Phase des Projekts werden im Rahmen einer kooperativen Planung mit Vertretern des Chemnitzer Sports weitere Ziele und Maßnahmen erarbeitet, die künftig in den Chemnitzer Städtebau einbezogen werden sollen", so Projektleiter Prof. Dr. Siegfried Nagel.

Den weiteren Verlauf der Sportstudie beschreibt sein Mitarbeiter Torsten Schlesinger: "Im Dezember erarbeiten wir die Bestands-Bedarfs-Analyse. Von Januar bis März 2008 fassen wir auf Grundlage der erfassten Daten Handlungsempfehlungen für die Stadt zusammen und ab April bis Juli 2008 werden die Empfehlungen in den gemeinsamen Maßnahmenkatalog von Interessensgruppen und Entscheidungsträgern eingearbeitet. Ziel ist es, im August 2008 den Abschlussbericht zu präsentieren, damit er im Spätherbst dem Stadtrat vorgelegt werden kann."

"Wir wollen den Chemnitzern am Ende einen Sportentwicklungsplan präsentieren, der das Sportverhalten der Bürger bis zum Jahr 2020 mit allen Eventualitäten prognostiziert und außerdem Ziele und Prioritäten festsetzt, die künftig Eingang in die Kommunalpolitik bekommen sollen", erläutert Prof. Nagel das Ziel des gemeinsamen Vorhabens von Stadt und Universität.

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Siegfried Nagel, Telefon 0371 531-32929, E-Mail siegfried.nagel@phil.tu-chemnitz.de, sowie Torsten Schlesinger vom Projektteam "Sportentwicklung in der Stadt Chemnitz", Telefon 0371 531-32936, E-Mail torsten.schlesinger@phil.tu-chemnitz.de

Mario Steinebach
28.11.2007

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