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Sind Sie so stark wie der Sachsenkönig? Privatdozent Dr. Martin Stockmann von der Professur Experimentelle Mechanik der TU Chemnitz präsentiert das strapazierfähige Hufeisen, an dem die INTEC-Besucher ihre Kräfte spielen lassen können. Foto: Mario Steinebach

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Wissenschaft für die Oberarme

TÜV Rheinland Group und TU Chemnitz suchen vom 2. bis 4. März den stärksten Messebesucher der INTEC 2005

Er konnte Taler verbiegen, Kanonenrohre einhändig heben und schlug Stieren mit nur einem Hieb den Kopf ab: August II., sächsischer Kurfürst und König von Polen, trug den Beinamen „der Starke“ wohl zu Recht. Im Jahre 1711 ließ er ein angeblich von ihm in Stücke gerissenes Hufeisen der Dresdner Kunstkammer zukommen. „Völlig unvorstellbar“, staunt Prof. Dr. Jochen Naumann noch heute.

Der Chemnitzer Professor für Experimentelle Mechanik muss es wissen. Er ist sozusagen der Hufeisen-Experte der TU und mit seinem Team auch dort im Einsatz, wo es nicht ganz so wissenschaftlich zugeht. So auch vom 2. bis 4. März 2005 auf der 8. Industrie-Fachmesse INTEC in der Messe Chemnitz. Auf Einladung der TÜV Akademie in Chemnitz werden die Uni-Wissenschaftler am Stand 1.09 jeden Tag von 9 bis 18 Uhr den „stärksten Messebesucher der INTEC 2005“ ermitteln. Als Preis winkt ein Gutschein für einen Weiterbildungskurs. „Mit dieser Aktion wollen wir außerdem junge Leute auf die Bildungsangebote der TÜV Akademie und der Maschinenbau-Fakultät der TU Chemnitz hinweisen“, erläutert Jana Klässig von der TÜV Rheinland Group.

Was 1996 als „kleiner Gag“ begann, hat sich an der TU zum festen Bestandteil in der Studienwerbung und Studentenbelustigung entwickelt. Die Idee dazu hatte Privatdozent Dr. Martin Stockmann, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Experimentelle Mechanik arbeitet. „Wir wollten ein mechanisches Exponat schaffen, das in Aktion ist und einen historischen Bezug zu Sachsen herstellt.“

Und so funktioniert der Muskel-Messer: Auf dem Hufeisen ist ein hochempfindlicher Sensor angebracht, der die Dehnung des Werkstoffes misst und in Kraft umrechnet. Verbunden ist das Messgerät mit einem Computer. Dort werden die Werte angezeigt und abgespeichert. So ist es nicht schwer, die Spreu der letzten Jahre vom Weizen zu trennen. Die Bestenliste führen bereits seit fünf Jahren die ehemaligen Studenten der Elektrotechnik, Torsten Schucknecht, und der Physik, Mathias Kunze, an: Auf einer Unifete stellten sie 1997 die identische Zugkraft von 1024 Newton unter Beweis. In der Damenkonkurrenz erreichte Anja Poller auf dem Campusfest 2001 mit 536 Newton den höchsten Wert. Damit lässt sie selbst den Chemnitzer Oberbürgermeister ziemlich schwach aussehen – Dr. Peter Seifert erreichte im Juni 1999 nur verhältnismäßig magere 350 Newton.

Weitere Informationen geben Dr. Martin Stockmann von der Professur Experimentelle Mechanik der TU Chemnitz, Telefon (03 71) 531 16 55, E-Mail martin.stockmann@mb.tu-chemnitz.de und Jana Klässig, TÜV Rheinland Group, Telefon (03 71) 866 17 10, E-Mail Jana.Klaessig@de.tuv.com.

Alexander Friebel
24.02.2005

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