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Was ist Bewusstsein?

Im Rahmen des Physikalischen Kolloquiums der TU Chemnitz hält Prof. Dr. Heinz Georg Schuster am 16. April 2008 einen Vortrag über physikalische Antworten auf neurologische, psychologische und soziologische Aspekte des menschlichen Bewusstseins

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Referent Prof. Dr. Heinz Georg Schuster erklärt in seinem Vortrag, was beim Blick in den Spiegel im menschlichen Gehirn passiert. Abbildung: Cover des Buches "Bewusst oder Unbewusst", Verlag Wiley-VCH

Was spielt sich in unserem Gehirn ab, wenn wir in den Spiegel schauen? Welche Streiche spielt uns unser Bewusstsein? Diesen Fragen gehen normalerweise Neurologen, Psychologen oder Soziologen nach. Dass aber auch die Physik Antworten auf den Bewusstseinszustand eines Menschen geben kann, zeigt Prof. Dr. Heinz Georg Schuster, Professor für Theoretische Physik an der Universität Kiel, am 16. April 2008 an der TU Chemnitz. Im Rahmen des Physikalischen Kolloquiums führt er in seinem öffentlichen Vortrag "Was ist Bewusstsein? Ein naturwissenschaftlicher Zugang zum geistigen Rätsel" die Zuhörer in die Welt der physikalischen Systemtheorie und Bewusstseinsforschung ein.

"Was passiert während der Anästhesie im Gehirn? Wie wird das Gehirn in dem Moment durchblutet? Welche Gehirnteile werden beim Schlafen deaktiviert? Das sind Fragen, die ich in meinem Vortrag in Anlehnung an mein Buch `Bewusst oder Unbewusst´ beantworten werde", sagt Prof. Schuster. Um diese Fragen zu klären, befasst sich der Physiker im Vortrag mit neuesten Experimenten zu Beobachtungen der Gehirnaktivitäten beim Schauen in den Spiegel, während der Narkose oder beim Betrügen im Spiel. "Ich betrachte Bewusstsein als einen im Laufe der Evolution entstandenen Kontrollprozess, der vor allem dazu dient, dass wir in der Gemeinschaft unserer Mitmenschen besser überleben können. Mein Ansatz ist die physikalische Systemtheorie, die anhand von Experimenten Bewusstseinsstrukturen und -eigenschaften ermittelt", so Schuster.

Wegen dem fachübergreifenden Thema des Vortrages hofft Organisator Prof. Dr. Günter Radons, geschäftsführender Direktor des Instituts für Physik der TU Chemnitz, auf eine rege Beteiligung von Studierenden und Universitätsmitarbeitern aus allen Fachbereichen: "Es ist ein hoch interessanter und gleichzeitig brisanter Forschungsbereich. Prof. Schuster wird als Vertreter der klassischen physikalischen Systemtheorie beispielsweise verdeutlichen, wie aus physikalischer Sicht das Zusammenwirken von Neuronen das Bewusstsein eines Autisten beeinflusst." Für Gastredner Schuster ist aber vor allem wichtig, dass es in dem Vortrag nicht um Formeln geht: "Ich werde mit vielen Bildern anschaulich meinen naturwissenschaftlichen Ansatz zur Lösung des geistigen Rätsels präsentieren. Dabei beziehe ich mich ausschließlich auf harte physikalische und chemische Fakten. Es wird keine einzige Formel geben. Der Vortrag richtet sich an den gebildeten Laien."

Der Vortrag findet am 16. April 2008 von 17.15 Uhr bis 18.15 Uhr im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz, Reichenhainer Str. 90, Raum N012, statt.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Günter Radons, Telefon 0371 531-33205, E-Mail guenter.radons@physik.tu-chemnitz.de.

(Autorin: Carina Linne)

Mario Steinebach
10.04.2008

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