„Wissenschaft gegen Faschismus“
TU Chemnitz beteiligt sich Anfang Juni 2026 mit öffentlichen Lehrveranstaltungen und weiteren Programmangeboten an bundesweiter Aktionswoche
Vom 1. bis 7. Juni 2026 findet bundesweit die vom Netzwerk „Studis gegen Rechts“ gemeinsam mit einem Unterstützerkreis von Professorinnen und Professoren initiierte Aktionswoche „Wissenschaft gegen Faschismus“ statt, an der sich auch die Technische Universität Chemnitz beteiligt. Im Zentrum der Woche stehen in Chemnitz mehrere thematische Lehrveranstaltungen, die von Lehrenden der Universität umgewidmet und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus gibt es ein studentisches Begleitprogramm. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle Universitäten in Zeiten des aufsteigenden Rechtsextremismus spielen können und müssen, um die Universitäten als autonome Orte freier Wissenschaft zu erhalten.
An der TU Chemnitz wird beispielsweise das im April 2026 erschienene Buch „Umkämpfte Deutungshoheit: Wie rechte Narrative die Demokratie unterwandern“ vorgestellt und diskutiert. In der Aktionswoche wird auch die Frage thematisiert, was der Rechtsruck für die Wissenschaft bedeutet. „Weitere Veranstaltungen widmen sich Themen wie „Affektive Polarisierung: Ursprünge, Effekte und Verbindungen zum Populismus“ sowie „Die Bildungsreform der PiS-Partei in Polen: Wie autoritäre Regime Bildungspolitik für ideologische Ziele nutzen“. Einen Überblick über alle öffentlichen Veranstaltungen mit Wissenschaftsbezug in Chemnitz finden Interessierte auf der Website https://wissenschaft-gegen-faschismus.de, indem sie im Suchfeld „Chemnitz“ eingeben.
Die Beteiligung von mehreren Akteurinnen und Akteuren der TU Chemnitz an der Aktionswoche flankiert die Kampagne ZUSAMMENSTEHEN #TUCgether, in der die TU Chemnitz für unsere freiheitliche demokratische Grundordnung, ein friedliches Zusammenleben sowie Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit eintritt – ganz im Sinne des Bekenntnisses des Senates, des Rektorates und des Hochschulrates der TU Chemnitz zu diesen Werten.
Hintergrund: Bekenntnis des Senates, des Rektorates und des Hochschulrates der TU Chemnitz zu Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit
Die TU Chemnitz tritt nachdrücklich gegen Diskriminierung sowie für Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit ein. Sie ist bestrebt, diese Grundsätze konsequent nach innen zu leben und selbstbewusst nach außen zu tragen. Dafür steht auch das Bekenntnis des Senates, des Rektorates und des Hochschulrates der TU Chemnitz zu Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit: „Die TU Chemnitz als Bildungs- und Forschungseinrichtung bietet Menschen aus der ganzen Welt ein Zuhause und heißt sie herzlich willkommen, unabhängig davon, woher sie kommen, welcher Religion sie angehören, welche sexuelle Orientierung sie haben oder welche Form des Zusammenlebens sie wählen. Aus dieser Überzeugung heraus wünschen wir uns nicht nur auf dem Campus der Universität, sondern auch darüber hinaus ein weltoffenes und von Akzeptanz geprägtes Klima. Daher treten wir Äußerungen und Handlungen, die diesem Anliegen widersprechen, insbesondere rassistischen, antisemitischen oder gar offen rechtsradikalen und rechtsextremen Positionen, entschieden entgegen. Wir fordern alle in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur in der Verantwortung stehenden Menschen mit Nachdruck auf, weiterhin für eine offene und diskriminierungsfreie Gesellschaft zu streiten und für die Grundwerte einer freien, demokratischen und offenen Gesellschaft einzutreten!“
Mario Steinebach
28.05.2026