Gesundheitsversorgung in Zeiten Generativer Künstlicher Intelligenz neu denken
Interdisziplinäres Workshop-Format: Wirtschaftsinformatiker der TU Chemnitz laden zu einem Hackathon ein, bei dem Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Gesundheitswesen entwickelt werden
Die Gesundheitsversorgung steht vor komplexen Herausforderungen, die von der Patientensteuerung über die Auswertung von Versorgungsdaten bis hin zur digitalen Begleitung vulnerabler Gruppen reichen. Gleichzeitig eröffnen KI-Agenten und offene Dateninfrastrukturen völlig neue Möglichkeiten, um diese Probleme anzugehen. Vor diesem Hintergrund bringt am 5. und 6. Mai 2026 der „PathAIent Hackathon 2026“ Studierende, Nachwuchsforschende sowie Praktikerinnen und Praktiker aus Informatik, Medizin, Wirtschaft und Design an der Technischen Universität Chemnitz zusammen. Unter dem Leitthema „Gesundheitsversorgung in Zeiten Generativer Künstlicher Intelligenz neu denken“ arbeiten sie an innovativen Lösungen für aktuelle Herausforderungen in diesem Bereich. Ziel ist die Entwicklung einer prototypischen Lösung für reale Problemstellungen aus dem Gesundheitswesen. Programmierkenntnisse sind nicht zwingend erforderlich, vielmehr stehen Kreativität, Teamgeist und die Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit im Mittelpunkt.
Technische Grundlage bildet ein modernes Ökosystem aus sogenannten MCP-Servern (Model Context Protocol), über das offene Gesundheitsdaten für KI-Anwendungen zugänglich gemacht werden. Diese Infrastruktur ermöglicht es den Teams, datenbasierte Ansätze schnell zu erproben und innovative Anwendungen zu entwickeln.
Die Teilnahme am „PathAIent Hackathon 2026“ ist kostenlos. Für Studierende der TU Chemnitz wird zudem geprüft, inwiefern eine Anerkennung als Studienleistung möglich ist. Aufgrund der begrenzten Plätze wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen. Interessierte sind eingeladen, sich einen Platz zu sichern und aktiv an der Gestaltung der zukünftigen Gesundheitsversorgung mitzuwirken. Anmelden können sich Interessierte unter www.tu-chemnitz.de/wirtschaft/wi1/projekte/pathaient.html.
Stichwort: „PathAIent Hackathon“
Der „PathAIent Hackathon“ ist eine Initiative des Forschungsprojekts KIPaV („KI-gestützte Prozessdigitalisierung in der Patientenversorgung“), welche durch die Gesellschaft der Freunde der TU Chemnitz e. V. gefördert wird. Seitens der TU Chemnitz ist die Professur für Wirtschaftsinformatik – Geschäftsprozess- und Informationsmanagement (Leitung: Prof. Dr. Barbara Dinter) am Projekt beteiligt. Die Projektförderung erfolgt durch den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus 2021–2027) sowie durch den Freistaat Sachsen im Rahmen der ESF-Richtlinie „Förderung von Forschung, Innovation und Digitalisierung in Unternehmen“ des MINT-Fachkräfteprogramms. Das Forschungsprojekt KIPaV adressiert zentrale Herausforderungen digitalisierter Versorgungsprozesse. Ziel ist die Entwicklung einer skalierbaren, standardisierten und zugleich individualisierbaren Versorgungslösung. Zum Projektkonsortium gehört zudem die DOCYET GmbH, deren Lösungen bereits bei zahlreichen Krankenversicherungen und Kliniken im Einsatz sind.
Weitere Informationen erteilt das Hackathon-Team, E-Mail hackathon@wiwi.tu-chemnitz.de.
Mario Steinebach
10.04.2026