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Datenbasierte Qualitätssicherungsprozesse sollen Unternehmen im Wettbewerb stärken

Professur Fertigungsmesstechnik ist am Projekt „Predictive Quality durch entwicklungslenkende Datenanalyse für die variantenreiche Produktion in KMU“ beteiligt

Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU), insbesondere im Sondermaschinenbau, stehen vor der Herausforderung, Werkstücke in kleinen Losgrößen bei steigender Komplexität und Individualität wirtschaftlich zu fertigen. Erschwert wird dies durch den hohen Aufwand in der Produkt- und Prozessentwicklung, da oft nur begrenztes Vorwissen und eine fehlende Datenbasis vorhanden sind. Diese Umstände führen zu einer schwer abschätzbaren Stabilität der Fertigungsprozesse sowie zu unsicheren Entscheidungen in der Qualitäts- und Prozessregelung. Gerade in dynamischen Märkten ist es jedoch ein entscheidender Wettbewerbsfaktor, schnell und effizient datenbasierte Entscheidungen treffen zu können. Solche Entscheidungen können die Prozess- und Produktqualität steigern und die Time-to-Market auch bei kleinen und kleinsten Losgrößen deutlich verkürzen.

Vor diesem Hintergrund zielt das in diesem Jahr gestartete Verbundprojekt „Predictive Quality durch entwicklungslenkende Datenanalyse für die variantenreiche Produktion in KMU (GeoPreQ)“, an dem die Professur Fertigungsmesstechnik (Leitung: Prof. Dr. Sophie Gröger) der Technischen Universität Chemnitz beteiligt ist, darauf ab, datenbasierte Entscheidungsgrundlagen und Regelungsprozesse in der Prüfplanung zu erforschen. Damit soll die Qualitätssicherung in Produktionsprozessen bei kleinen und kleinsten Losgrößen optimiert werden. Der übergeordnete Nutzen des Projekts liegt in der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit regionaler KMU durch eine Minimierung von Risiken und eine Erhöhung der Prozessstabilität. Langfristig sollen Maschinendaten umfassend genutzt werden, um nachhaltige Prozess- und Produktoptimierungen zu ermöglichen.

Ein zentraler Ansatz des Projekts ist die Verknüpfung von Messdaten mit relevanten Produktionsmetadaten wie Maschinendaten, Prozessparametern und Werkzeugdaten. Dadurch können aus der Datenbasis präzise Rückschlüsse auf den Zustand der Produktion gezogen werden. Diese Informationen ermöglichen es, gezielte Aussagen für die Prüfplanung abzuleiten und potenzielle Prozessverbesserungen frühzeitig zu identifizieren. Ziel ist es, datenbasierte Qualitätssicherungsprozesse zu definieren, die Entscheidungen in der Prüfplanung besser unterstützen und somit eine Steigerung der Prozess- und Produktqualität gewährleisten.

Das Projektkonsortium besteht neben der Professur Fertigungsmesstechnik der TU Chemnitz aus der N+P Informationssysteme GmbH und der SITEC Industrietechnologie GmbH. Das Projekt GeoPreQ, das bis zum 30. Juni 2027 läuft, wird kofinanziert von der Europäischen Union und mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Sophie Gröger, Telefon 0371 531-32212, E-Mail sophie.groeger@mb.tu-chemnitz.de.

(Autorin: Anna Sorgatz)

Mario Steinebach
25.03.2025

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