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TU Chemnitz auf international führender Verbundwerkstoffmesse in Paris vertreten

Institut für Strukturleichtbau präsentiert sich vom 4. bis 6. März 2024 auf der JEC World in Paris

  • Blick auf eine Hubschrauber, dessen Tür geöffnet ist.
    Das Institut für Strukturleichtbau präsentiert in Paris auch eine neu entwickelte Kabinentür für einen Ultraleicht-Hubschrauber. Foto: Roman Rinberg

Das Institut für Strukturleichtbau der Technischen Universität Chemnitz präsentiert sich vom 4. bis 6. März 2025 auf der JEC World, der international führenden Fachmesse für Verbundwerkstoffe und Leichtbautechnologien in Paris. Gemeinsam mit dem Sächsisches Textilforschungsinstitut e. V., dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU und der Cetex Institut gGmbH aus Chemnitz und der Schmietex Engineering GmbH aus Hohenstein-Ernstthal stellt das Institut für Strukturleichtbau am sächsischen Gemeinschaftsstand (Halle 5, Stand D 97) innovative Lösungen aus den Bereichen multifunktionaler textiler Leichtbau und Textilrecycling vor. Im Fokus stehen praxisnahe Industriekooperationen, die nachhaltige und ressourceneffiziente Herstellungsprozesses unterstützen.

Biobasierte Strukturbauteile: Innovation in der Luftfahrt

So präsentieren die Forscherinnen und Forscher der TU Chemnitz eine neu entwickelte Kabinentür für einen Ultraleicht-Hubschrauber, die in einer hybriden, biobasierten Mischbauweise aus Flachs- und Kohlenstofffasern gefertigt und erfolgreich im Flug getestet ist. Mit einem Biomasseanteil von 41 Prozent erreicht diesess Bauteil mechanische Eigenschaften die mit denen eines kohlenstofffaserverstärkten Referenzbauteils vergleichbar sind. Gleichzeitig reduzieren die biobasierten Materialien die CO2-Emissionen im Herstellungsprozess um 68 Prozent (Cradle-to-Gate, GWP100). Dieses Projekt zeigt aus Sicht der Entwickler eindrucksvoll, wie ökologische Nachhaltigkeit und hohe technische Anforderungen miteinander verbunden werden können.

„Grüne“ Kohlenstofffasern sollen in der Carbon LabFactory Sachsen entstehen

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vorstellung der Carbon LabFactory Sachsen – eine neue Forschungseinrichtung, die derzeit von der TU Chemnitz in Boxberg/Oberlausitz aufgebaut wird. Ziel ist es, die gesamte Wertschöpfungskette ausgehend vom Molekül über die Carbonfaser- und Textilhalbzeuge bis hin zu Hochleistungskomponenten im Pilotmaßstab zu erforschen und in die Praxis zu übertragen. Im Zentrum steht der kohlenstofffaserbasiere Leichtbau – eine Schlüsseltechnologie für den Klimaschutz. Um Kohlenstofffasern zukünftig vielfältiger anzuwenden und damit die sehr guten spezifischen, mechanische Eigenschaften nutzen zu können, konzentrieren sich die aktuellen Forschungsaktivitäten darauf, die Herstellungskosten zu senken, den CO2-Fußabdruck zu reduzieren und die Eigenschaften der Fasern auf spezifische Anforderungen hin zu optimieren. Die Carbon LabFactory Sachsen soll nicht nur als Forschungs- und Entwicklungsplattform dienen, sondern auch Unternehmensgründungen fördern und in Zusammenarbeit mit der Industrie den klimafreundlichen Wandel in Europa hin zu einer sich selbst tragenden Bioökonomie auf der Basis zukunftsweisender Leichtbautechnologien vorantreiben.

(Autorin: Sylvia Decker)

Mario Steinebach
04.03.2025

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