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Meilenstein für länderübergreifende Carbonfaser-Forschung in Sachsen, Brandenburg und Australien

Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der TU Chemnitz schloss Kooperationsvertrag mit australischem Forschungszentrum Carbon Nexus der Deakin University

Gemeinsam für die Zukunft der Carbonfaser-Forschung: Unter diesem Leitgedanken haben Prof. Dr. Lothar Kroll, Inhaber der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der Technischen Universität Chemnitz, Prof. Iain Martin, Leiter der Deakin University in Victoria (Australien), und Dr. André Lehmann, der Prof. Dr. Alexander Böker vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP, Potsdam, am 24. Mai 2024 im Beisein des Sächsischen Staatsministers für Regionalentwicklung, Dr. Thomas Schmidt, in der Nähe von Melbourne eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.

Das Ziel der Kooperation ist die gemeinsame Erforschung der ganzheitlichen Wertschöpfungskette vom Molekül über die Carbonfaser bis zu deren Verarbeitung zu extrem leichten Composite-Bauteilen für diverse Hochleistungsanwendungen, einschließlich der Luftfahrt, des Automobilbaus und der Sportgeräteindustrie. „Wir freuen uns sehr, dass wir nach intensiven Bemühungen die Experten des Carbon Nexus als einer der weltweit führenden zivilen Forschungseinrichtung im Bereich Carbonfasern für eine Zusammenarbeit gewinnen konnten", erklärt Kroll und unterstreicht die Bedeutung dieser Kooperation für den Aufbau der Carbon LabFactory Sachsen in Boxberg/O.L.: „Wir haben nun die Möglichkeit, von erfahrenen Experten zu lernen und wertvolle Impulse für unsere eigenen Aktivitäten zu erhalten. Mit dieser Partnerschaft legen wir einen wichtigen Grundstein für die weltweite Entwicklung applikationsspezifischer Carbonfasern, der unter der Federführung meines Teams bis Ende 2026 zu einem führenden Carbonfaser-Forschungszentrum ausgebaut wird.“

Hintergrund: Carbon LabFactory Sachsen

Die Carbon LabFactory Sachsen wird als Außenstelle der TUC am Kraftwerksstandort Boxberg/O.L. als weltweit drittes Pilotlinien-Forschungszentrum für Kohlenstofffasern etabliert. Vergleichbare Anlagen gibt es bisher nur im kooperierenden australischen Forschungszentrum Carbon Nexus und dem Oak Ridge National Laboratory in den USA. Der sächsische Forschungsstandort wird die gesamte Wertschöpfungskette abdecken und besitzt damit ein Alleinstellungsmerkmal. Er fokusiert die Erforschung „grüner“ Carbonfasern und deren nachgeschalteten Prozessrouten bis hin zum Hochleistungsbauteil. Das Hightech-Projekt ist ein Leuchtturm für die Bewältigung des Braunkohleausstiegs und wird gemeinsam durch den Bund und den Freistaat Sachsen mit 62,3 Millionen Euro im Rahmen des Strukturwandels gefördert. Die Carbon LabFactory Sachsen soll die Region zu einem führenden Standort für nachhaltige Carbonfasern machen und durch ihre Innovationskraft zur Schaffung zukunftsweisender und attraktiver Arbeitsplätze im Lausitzer Revier beitragen.

Weitere Informationen erteilt Dr. Mario Naumann, wissenschaftlicher Leiter der Carbon LabFactory Sachsen, Telefon +49 (0)371 531-38758, E-Mail mario.naumann@mb.tu-chemnitz.de.

(Autorin: Sylvia Decker)

Mario Steinebach
24.05.2024

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