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„Carbon LabFactory Sachsen“ ist Teil der Lausitz-Kampagne des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung

Kampagne „Hier wird was!“ und „Carbon LabFactory Sachsen“ wurden am 2. November 2023 durch Staatsminister Thomas Schmidt und den Chemnitzer Leichtbauexperten Prof. Dr. Lothar Kroll in Boxberg/Oberlausitz vorgestellt

Mit der Botschaft „Hier wird was!“ macht das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung derzeit mit einer groß angelegten Plakatkampagne auf Projekte des Strukturwandels in der Lausitz aufmerksam. Staatsminister Thomas Schmidt präsentierte die Kampagne am 2. November 2023 in Boxberg/Oberlausitz. Die Kampagne umfasst zu Beginn fünf Strukturwandelprojekte, zu denen auch die neue Außenstelle der Technischen Universität Chemnitz (TUC), die „Carbon LabFactory Sachsen“, gehört, deren Vision von Prof. Dr. Lothar Kroll, Inhaber der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung (SLK), ebenfalls vorgestellt wurde.

Die TUC etabliert mit dem neuen Forschungsstandort in Boxberg unter der Federführung der Professur SLK bis 2026 eines der großen Leuchtturmprojekte des Lausitzer Strukturwandels. „Der auf die gesamte Wertschöpfungskette ausgerichtete und in dieser Form weltweit einzigartige Forschungscampus legt den Fokus auf die Erforschung ‚grüner‘ Carbonfasern und deren nachgeschalteten Prozessrouten bis hin zum Hochleistungsbauteil“, erläutert Kroll.  Damit werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Carbon LabFactory Sachsen das weltweit dritte Pilotlinien-Forschungszentrum für Carbonfasern aufbauen.

„Im Vergleich zu bestehenden Einrichtungen in den USA und Australien mit dem Oak Ridge National Laboratory bzw. Carbon Nexus wird in Boxberg erstmals die Carbonfaserforschung ganzheitlich vom Molekül bis zum fertig hergestellten Strukturbauteil im Pilotlinienmaßstab betrachtet“, sagt Dr. Mario Naumann, Wissenschaftlicher Leiter der Carbon LabFactory Sachsen. Somit beschreiten die Forscherinnen und Forscher in der Oberlausitz neue Wege für die Leichtbauwerkstoffe und -produkte der Zukunft. Angelehnt an das Vorbild in Australien sollen Unternehmensgründungen sowie Startups und neue Niederlassungen am Standort die Technologien und Produkte bis zur Marktreife führen. „Herzstück der Carbon LabFactory Sachsen ist eine Carbonfaser-Pilotlinie, mit deren Hilfe neue Carbonisierungsprozesse forschungsseitig und unter industriellen Bedingungen untersucht werden“, so Naumann.

Das Projekt inkl. der notwendigen Anlagentechnik wird gemeinsam durch den Bund und das Land Sachsen mit 62,3 Millionen Euro unterstützt. Projektträger für die Gebäudeinfrastruktur ist der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, der den Bau für die TU Chemnitz umsetzt. Vorzugsstandort ist ein kommunales Grundstück im Boxberger Gewerbegebiet Kringelsdorf. „Zur Umsetzung des Projektes stehen der Freistaat Sachsen (Zentrales Flächenmanagement Sachsen) und die Gemeinde Boxberg in engem Kontakt“, berichtet Kroll. „Die Carbon LabFactory Lausitz in Boxberg wird Sachsen zu einem der führenden Standorte der Carbonfaser-Forschung machen und damit bei der Schaffung zukunftsweisender Arbeitsplätze in der Region helfen", blickt Schmidt optimistisch in die Zukunft.

Weitere Informationen erteilt Dr. Mario Naumann, Wissenschaftlicher Leiter der Carbon LabFactory Sachsen, Telefon 0371 531-38758, E-Mail mario.naumann@mb.tu-chemnitz.de

Videos der Kampagne „Hier wird was!“: www.hierwirdwas.de

(Autoren: Sylvia Decker, Dr. Mario Naumann, Mario Steinebach)

Mario Steinebach
03.11.2023

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