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TUCaktuell Forschung

Leben in der Risiko-Demokratie

In der neuen Folge des "TUCscicast" sprechen Dr. Ulf Bohmann von der TU Chemnitz und Dr. Jenni Brichzin von der Universität der Bundeswehr in München über ihre jüngst veröffentlichten Analysen zu den Ausschreitungen in Chemnitz 2018 und welche Schlüsse sie daraus für unser demokratisches System ziehen

Wir leben in einem demokratischen System, das permanent Spannungen und Widersprüche produziert und auflösen muss. Ein aktuelles Beispiel sind populistische Demonstrationen, auf denen mangelnde Meinungsfreiheit beklagt wird, obwohl die öffentliche Zurschaustellung dieses vermeintlichen Missstandes das Gegenteil demonstriert. Dr. Ulf Bohmann von der TU Chemnitz und Dr. Jenny Brichzin von der Universität der Bundeswehr in München kommen zu dem Schluss, dass diese Spannungen zum einen ein großer Sieg für die Demokratie seien – und zugleich eine große Gefahr.

Um die Mechanismen hinter diesem Leben in der sogenannten „Risiko-Demokratie“ geht es in ihrer aktuellen Veröffentlichung „Chemnitz zwischen rechtsradikalem Brennpunkt und europäischer Kulturhauptstadt“, an der auch Prof. Dr. Henning Laux, Inhaber der Professur für Soziologische Theorien an der TU Chemnitz, beteiligt war. 

Die Forscherin und die Forscher haben in ihrer Publikation anlässlich der rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz Ende August 2018 die Stadt ethnographisch vermessen und sprechen in der aktuellen Folge des Wissenschaftspodcast „TUCscicast“ unter anderem darüber, was sich anhand dieser Ereignisse für das Leben in der Risiko-Demokratie generell lernen lässt. Denn was sich 2018 unter dem Brennglas in Chemnitz gezeigt hat, weist weit über diese Situationen und Region hinaus.

Der Podcast kann auf verschiedenen Wegen gehört werden:

Hintergrund: TUCscicast – Forschung, die ins Ohr geht

Die TU Chemnitz präsentiert seit 2018 im Podcast „TUCscicast“ aktuelle Forschung an der TU Chemnitz. Zu Wort kommen Forscherinnen und Forscher, die im Gespräch über ihre Arbeit und ihre Erkenntnisse berichten. Die Themen sind dabei ebenso vielfältig wie die Wissensgebiete der Interviewten und decken das gesamte Spektrum von Forschung und Lehre an der Universität ab, wobei der Fokus auf aktuellen Themen und Entwicklungen in Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft liegt.

Es liegen aktuell vier Staffeln des „TUCscicast“ mit jeweils zehn Episoden sowie ein „Special“ zu Schwerpunkten des Sonderforschungsbereichs „Hybrid Societies“ der TU Chemnitz vor.

Produziert werden die Folgen von „Die Podcastproduzenten“ der BEBE Medien GmbH, die auch den Online-Radiosender „detektor.fm“ betreibt. Ausführender Redakteur ist Pascal Anselmi. Die Produktion an der TU Chemnitz übernehmen Dr. Andreas Bischof und Matthias Fejes.

Die Hörerinnen und Hörer sind herzlich dazu eingeladen, ihre Anmerkungen und Anregungen für die inhaltliche Gestaltung der Audio-Reihe an tucscicast@tu-chemnitz.de zu richten.

Matthias Fejes
26.08.2022

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Hinweis: Die TU Chemnitz ist in vielen Medien präsent. Einen Eindruck, wie diese über die Universität berichten, gibt der Medienspiegel.

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