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Ehrendoktorwürde für Institutsleiter Prof. Reimund Neugebauer

Hohe Auszeichnung als Anerkennung für wissenschaftliche Leistung und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Technischen Universitäten in Brno und Chemnitz

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Dem Laureaten Prof. Reimund Neugebauer (3.v.l.) gratulierten Eberhard Alles, Kanzler der TU Chemnitz, Prof. Karel Rais, Rektor der TU Brno, Prof. RNDr. Michal Kotoul, Vizerektor TU Brno, Doc. RNDr. Miroslav Doupovec, Dekan der Fakultät für Maschinenbau der TU Brno, Dr. Petr Blecha, Institutsleiter Institute of Production Machines, Systems and Robotics der TU Brno, und Prof. Bernhard Wielage, Dekan der Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz (v.l.). Foto: IWU

Die Technische Universität Brno in Tschechien verlieh am 19. September 2007 Prof. Reimund Neugebauer, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU und des Instituts für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse IWP der TU Chemnitz, die Ehrendoktorwürde. Diese hohe Auszeichnung der TU Brno wurde erstmals seit 2002 wieder einem Wissenschaftler zuteil. Prof. Neugebauer sieht die Ernennung zum "honoris causa" nicht nur als Auszeichnung seiner persönlichen wissenschaftlichen Arbeit, sondern auch als Würdigung der erfolgreichen Produktionstechnikforschung in Chemnitz. Deutlich stellte Prof. Neugebauer in seinem Vortrag zum Thema "Mechatronische Systeme im Werkzeugmaschinenbau" den Stellenwert und das Entwicklungspotenzial der Produktionstechnik dar. Prof. Neugebauer hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Studierende aus Europa deutlich stärker an die TU Chemnitz zu ziehen, wobei Tschechien ein naheliegender Partner ist.

Bereits seit 1972 gibt es eine intensive wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Technischen Universitäten in Brno und Chemnitz. So halten regelmäßig Gastdozenten Lehrveranstaltungen, die fest in die Studienpläne der Partneruniversität eingebunden sind. Beispielhaft hat sich in den letzten Jahren unter der Federführung von Prof. Neugebauer der Austausch von Studenten und Doktoranden entwickelt. Mehr als 30 angehende Ingenieure aus Brno studierten in den letzten Jahren mehr als zwei Semester in Chemnitz, deutsche Studenten absolvieren im Gegenzug ein Teilstudium in Brno. Diese positive Entwicklung war die Grundlage eines im Dezember 2005 unterzeichneten Vertrages zur Realisierung eines deutsch-tschechischen Masterstudienprogramms "Werkzeugmaschinen und Umformtechnik". Unter der Leitung von Prof. Neugebauer initiierte die Chemnitzer Fakultät für Maschinenbau diesen "binationalen Studiengang", bei dem die Studenten das Diplom der TU Chemnitz und das Staatsexamen "Ingenieur" der TU Brno erwerben. Das stellt ein Novum in der universitären Zusammenarbeit beider Länder dar.

Zur Person: Prof. Reimund Neugebauer

Reimund Neugebauer wurde 1953 in Esperstedt am Kyffhäuser geboren. Nach seinem Abschluss als Diplom-Ingenieur für Maschinenbau und seiner anschließenden Promotion an der Technischen Universität Dresden war er bei der Firma Umformtechnik ERFURT tätig. Seit 1992 ist Prof. Neugebauer Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU Chemnitz und Dresden. Seit 1993 leitet er an der TU Chemnitz die Professur Werkzeugmaschinen, 2000 wurde er geschäftsführender Direktor des Instituts für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse IWP. Prof. Neugebauer ist Mitglied in einer Vielzahl nationaler und internationaler Forschungsgremien.

(Autorin: Tina During, IWU)

Mario Steinebach
20.09.2007

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