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Der Beratungsbedarf ist nach wie vor groß

Das Konzept der Veranstaltung "5 vor 12 - Studienberatung für Spätentschlossene" geht auf - Studieninteressenten kamen sogar aus Landshut, Heiligenstadt und Werder

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Es ist noch nicht zu spät: Im Rahmen von "5 vor 12 - Studienberatung für Spätentschlossene" wurden viele offene Fragen beantwortet. Fotos: Mario Steinebach

Rund 80 potenzielle Bewerber besuchten am 15. September 2007 die Veranstaltung "5 vor 12 - Studienberatung für Spätentschlossene" an der TU Chemnitz. Mehrere Studieninteressenten kamen sogar in Begleitung ihrer Eltern und Freunde. Viele fragten sofort nach den Bewerbungsunterlagen, die sie in der kommenden Woche im Studentensekretariat abgeben wollen oder bereits ausfüllten. "Die Fachstudienberater der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und der Philosophischen Fakultät verzeichneten den größten Zuspruch bzw. Beratungsbedarf", berichtet Henning Lindhorst, Leiter des Bereiches Marketing/Öffentlichkeitsarbeit. So gut wie kein Interesse spürten die Berater der Fakultät für Informatik, obwohl sie erst vor zwei Tagen 50 Schüler in der neuen Schüler-AG ihrer Fakultät begrüßen konnten. "Vielleicht gibt es in der Informatik keine Spätentschlossenen mehr", vermutet Lindhorst.

Die längste Anreise hatten an diesem Tag Studieninteressenten aus der Region Landshut in Bayern, aus Heiligenstadt im Eichsfeld und aus Werder bei Potsdam. Gabriela Jakus aus Ergoldsbach bei Landshut fuhr am Morgen etwa 320 Kilometer nach Chemnitz. Die 19-Jährige möchte hier Mathematik studieren, nachdem sie in Berlin in Geotechnologie abgelehnt wurde. "Nach dem Studium möchte ich gern im Maschinenbau oder in der Automobilbranche tätig werden, da bietet ja Sachsen auch breite Einsatzmöglichkeiten", sagt die junge Frau, die nun ihrer Heimatstadt Schwedt/Oder etwas näher rückt.

Vier Stunden mit dem Zug war Uwe Rasemann angereist. Er stammt aus Heiligenstadt im thüringischen Eichsfeld. Er schreibt sich an der TU Chemnitz in Wirtschaftingenieurwesen ein, nachdem er von anderen Hochschulen zahlreiche Absagen in zulassungsbeschränkten Studienangeboten erhalten hatte. Über den Hochschulkompass der Webseite der Hochschulrektorenkonferenz stieß der 20-Jährige auf die TU Chemnitz, fand auf deren Homepage den Werbebanner der Veranstaltung "5 vor 12" und war nun erneut in die Stadt gekommen, die er bereits während einer mehrtägigen Studienreise in der sechsten Klasse kennengelernt hatte.

Eine lange Autofahrt hatte auch Daniel Draeger hinter sich. Er kam gemeinsam mit seinen Eltern und seiner jüngeren Schwester aus Werda bei Potsdam ins "Alte Heizhaus" der TU Chemnitz. Über das Internet hatte er im Webportal des sächsischen Wissenschaftsministeriums von freien Studienplätzen an der TU Chemnitz gelesen. Da er sich für den Bachelor-Studiengang Wirtschaftswissenschaften interessiert, fand er hier die richtige Studienadresse. Der 20-jährige Mann hat sogar schon eine eigene Firma gegründet, die im Bereich der Internet-Telefonie (VoiP) Dienstleistungen anbietet. "Überhaupt ist der Internet-Auftritt der Chemnitzer Uni vorbildlich und sehr informativ", schätzten seine Eltern ein, die beide in Dresden studierten, aber auch von Chemnitz begeistert sind, da sich hier im positiven Sinn sehr viel verändert hat. Daniel Draeger lobte auch die Studienberater, die ihm viele Fragen beantworten konnten. Im Anschluss fuhr die Familie Draeger noch auf den Campus, um sich von der "Uni der kurzen Wege" ein eigenes Bild zu machen.

Aus Aue kam Steffi Hennings nach Chemnitz. Die 18-Jährige, die ihr Abitur am Clemens-Winkler-Gymnasium absolvierte, wollte eigentlich an der TU Chemnitz European Studies studieren, wurde jedoch nicht angenommen. Im Ablehnungsschreiben wurde sie auf die "5 vor 12 - Studienberatung" hingewiesen und informierte sich hier intensiv über zwei Studienangebote - nämlich Anglistik/Amerikanistik und Wirtschaftsinformatik. Im Gespräch mit ihren Eltern, die auch mit nach Chemnitz kamen, will sie sich in den kommenden Tagen für eins dieser Angebote entscheiden.

Einige Studieninteressenten hatten Heimvorteil - mussten also nicht früh aufstehen. Der Chemnitzer Benjamin Schürrmeister, der am André-Gymnasium sein Abitur abschloss, möchte nun Mikrotechnik/Mechatronik studieren, da er in diesem Bereich hervorragende Berufsaussichten sieht. Auf die Veranstaltung wurde er über einen Beitrag in der "Freien Presse" aufmerksam und klärte an der TU die letzten offenen Fragen. Franziska Zechel und Heiko Weigel aus Chemnitz, die beide am Beruflichen Gymnasium für Technik ihr Abitur erworben haben, wollen jedoch kein technisches Studium aufnehmen. Beide schwanken noch zwischen Soziologie und Pädagogik, für Heiko Weigel steht noch Politikwissenschaft zur Auswahl.

"Aufgrund der guten Resonanz dieser Veranstaltung werden wir sicher auch im nächsten Jahr dieses besondere Beratungsangebot fortführen, um Gymnasiasten im schwierigen Prozess der Studienwahlentscheidung zu unterstützen", berichtet Evelin Häusler von der Zentralen Studienberatung der TU Chemnitz. Dies sei jedoch nur eins von vielen Serviceangeboten. Studieninteressenten können sich auch zeitlich und räumlich unabhängig von derartigen Beratungsveranstaltungen an der TU über das Studienangebot informieren. "Freie Kapazitäten im Wintersemester 2007/2008 gibt es insbesondere noch in Physik, Elektrotechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Media Production, Mikrotechnik/Mechatronik, Systems Engineering sowie in den Informatik- und in den Mathematik-Studiengängen", ergänzt Hausler. Studieninteressenten können sich noch bis zum Semesterstart in alle 44 zulassungsfreie Fächer einschreiben.

Die Zentrale Studienberatung der Universität ist erreichbar im Uni-Teil Straße der Nationen 62, Zimmer 046, oder per Telefon 0371/531-55555 sowie über die E-Mail studienberatung@tu-chemnitz.de. Informationen rund ums Studium findet man auch im Internet unter http://www.tu-chemnitz.de/studium.

Mario Steinebach
15.09.2007

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