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Neuer Master-Studiengang Wirtschaftswissenschaften für Juristen startet zum Wintersemester 2007/2008 an der TU Chemnitz

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Mit Bundesgesetzbüchern sind angehende Juristen vertraut - im neuen Studiengang werden sie sich auch mit Wirtschaftsliteratur beschäftigen. Foto: Christine Kornack

Juristen können nicht rechnen und Betriebswirte verstehen nichts von Paragrafen. Diesem Vorurteil will die TU Chemnitz mit dem neu eingeführten Master-Studiengang Wirtschaftwissenschaften für Juristen abhelfen. Dass die moderne Wirtschaft neue gesellschaftliche Anforderungen an Berufsbilder stellt, ist bekannt. Vor allem der dynamische Markt fordert verstärkt nicht nur rechtliche, sondern auch wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse von Absolventen beider Fachrichtungen. Der neue Studiengang der Chemnitzer Universität vereint beides. Er ermöglicht Volljuristen den Erwerb ergänzender wirtschaftswissenschaftlicher und -rechtlicher Kenntnisse. Voraussetzung für das viersemestrige Studium, das mit dem Master of Science abschließt, ist das erste juristische Staatsexamen bzw. eine gleichgestellte juristische Abschlussprüfung sowie ein erfolgreicher Einstufungstest in Englisch, da der zunehmenden Internationalisierung von Wirtschaft und Recht durch Vorlesungen in englischer Sprache Rechnung getragen wird.

Fachstudienberater Prof. Dr. Ludwig Gramlich weiß: "Nur ein geringer Anteil der Juraabsolventen kann zurzeit den Beruf eines Richters ergreifen und auch der Einsatz im Bereich der Öffentlichen Verwaltung ist recht begrenzt. Die Einsatzfelder unserer zukünftigen Absolventen hingegen erstrecken sich auf alle Tätigkeitsfelder, bei denen sowohl rechtliches als auch wirtschaftswissenschaftliches Methoden- und Fachwissen erforderlich ist. Es ist ein Berufsbild mit Zukunft." Hierzu könnten beispielsweise die Tätigkeit in einer Anwaltskanzlei, die Beratung von Unternehmen und Verbänden oder auch die Beschäftigung in Öffentlichen Unternehmen und Behörden gezählt werden. Die Einsatzmöglichkeiten reichen dabei von der Beratung bei Unternehmenskäufen und Fusionen über die Rechtsberatung bei Personalfragen bis ihn zur Organisations- und Vertragsgestaltung.

In einem "Drei-Säulen-Modell" werden wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen durch rechtswissenschaftliche Lehrveranstaltungen ergänzt und eine Schnittstelle zwischen beiden Wissenschaftsrichtungen gebildet, um die Kluft zwischen typischen Juristen und Wirtschaftswissenschaftlern zu schließen und die Vorteile beider Gebiete zu vernetzen. "Zudem werden auch Schlüsselkompetenzen wie Teamarbeit und Kommunikation in der Gruppe und Grundlagen interkultureller Kooperation vermittelt sowie Rhetorik- und Moderationsverständnis gefördert", ergänzt Gramlich und fasst zusammen: "Solch eine vereinigte Wissenskonzentration und die damit verbundene Wandlungsfähigkeit und Flexibilität der Absolventen bieten vor allem auch für viele sächsische Unternehmen ein enormes Sparpotential."

Der Master-Studiengang Wirtschaftswissenschaften für Juristen im Internet:
http://www.tu-chemnitz.de/studium/studiengaenge/master/ma_wirtjur.php

Weitere Informationen erteilen der Fachstudienberater Prof. Dr. Ludwig Gramlich, Telefon (03 71) 5 31 - 26 460, E-Mail l.gramlich@wirtschaft.tu-chemnitz.de oder die Zentrale Studienberatung, Telefon (03 71) 5 31 - 55 555, E-Mail studienberatung@tu-chemnitz.de.

(Autorin: Nicole Leithold)

Katharina Thehos
06.07.2007

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