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Pressemitteilung vom 25.02.2025

Preisgekrönte Leseförderung: Projekt der TU Chemnitz mit dem Deutschen Lesepreis 2025 ausgezeichnet

Für die Entwicklung der digitalen Leseplattform „LeOn“ erhielt das Team der Professur Fachdidaktik Deutsch um Prof. Dr. Michael Krelle den ersten Preis in der Kategorie „Herausragende Leseförderung mit digitalen Medien“

Am 18. Februar 2025 wurde in Berlin zum 12. Mal der Deutsche Lesepreis an Personen und Einrichtungen verliehen, die sich mit großem Engagement für die Leseförderung einsetzen. Unter den 16 Auszeichnungen befindet sich auch eine nun preisgekrönte Entwicklung der Technischen Universität Chemnitz (TUC): Die digitale Leseplattform „LeOn“ (Leseraum Online), die die Jury überzeugte und sich unter rund 400 Bewerbungen durchsetzen konnte.

Hinter „LeOn“ verbirgt sich eine Art „digitaler Leseturbo“, der die bewährten Verfahren der Leseförderung mit den Möglichkeiten digitaler Medien kombiniert und zugleich die digitale Transformation im Bildungswesen fördert. Die Professur Fachdidaktik Deutsch (Leitung: Prof. Dr. Michael Krelle) am Zentrum für Lehrer*innenbildung und Bildungsforschung der TU Chemnitz entwickelte seit 2021 gemeinsam mit rund 900 Schülerinnen und Schüler und über 50 Lehrkräften aus Nordrhein-Westfalen sowie der Softwarefirma Outermedia eine webbasierte Lernumgebung für Schülerinnen und Schüler der zweiten bis sechsten Klasse. In der Kategorie „Herausragende Leseförderung mit digitalen Medien“ wurde „LeOn“ nun mit dem Deutschen Lesepreis 2025 ausgezeichnet.

„Wir alle freuen uns riesig über die Auszeichnung des Projekts LeOn mit dem Deutschen Lesepreis 2025 in der Kategorie ‚Herausragende Leseförderung mit digitalen Medien‘. Damit wird deutlich, dass die TU Chemnitz stark auf Digitalisierung setzt und diese u. a. im Bereich der Bildung effektiv und effizient zum Einsatz bringt. Ich gratuliere dem Team der Professur Fachdidaktik Deutsch um Prof. Dr. Michael Krelle sehr herzlich zu diesem herausragenden Erfolg“, sagt Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Rektor der TU Chemnitz.

„Digitale Werkzeuge können etwas leisten“, sagt der Leiter des Projekts Prof. Dr. Michael Krelle, Inhaber des Lehrstuhls für Fachdidaktik Deutsch. Er bezeichnet sie als Hilfswerkzeuge, das Lesen zu lernen und vergleicht „LeOn“ mit einem Trainingsraum, der die Leseflüssigkeit der Nutzerinnen und Nutzer systematisch steigert. Prof. Dr. Krelle und sein Team zeigten sich hoch erfreut über die Auszeichnung und den Erfolg von „LeOn“. Es gäbe bereits Gespräche zur Ausweitung der Anwendung auf andere Bundesländer.

Trainingsinstrument für die Leseflüssigkeit

Das Online-Tool kombiniert verschiedene Lernkompetenzen im digitalen Raum: „LeOn“ bietet sowohl für unterschiedliche Lerntypen als auch für leistungsschwache und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler gleichzeitig gute Trainingsmöglichkeiten, indem etwa Texte in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in einer digitalen Bibliothek bereitgestellt werden. Dadurch gelingt eine individuelle, passgenaue Leseförderung. Mit „LeOn“ können Schülerinnen und Schüler auch ihre eigene Leseprobe aufnehmen, wodurch Lehrkräfte den Lernfortschritt und die Leseflüssigkeit beurteilen können. Künftig soll die Auswertung dieser Leseproben KI-gestützt erfolgen. Außerdem können Lernende im sogenannten Studio aktiv werden und ihre selbst gelesenen Texte und Tonaufnahmen in ein eigenes Hörbuch verwandeln.

In den nächsten zwei Jahren werden in „LeOn“ einige funktionelle und inhaltliche Weiterentwicklungen, wie ein Wochenplan für Schülerinnen und Schüler oder das Einbinden weiterer Herkunftssprachen, umgesetzt. Insbesondere Startchancen-Schulen sollen zukünftig von „LeOn“ profitieren. Dafür stellt das Land Nordrhein-Westfalen der TU Chemnitz eine Förderung von 1 Million Euro zur Verfügung.

Bereits seit Juni 2023 wird „LeOn“ allen Schulen in Nordrhein-Westfalen über die Bildungsmediathek NRW zur Verfügung gestellt, sodass bereits rund 150.000 Nutzerinnen und Nutzer auf der Plattform registriert sind. Ein Wunsch der Chemnitzer Preisträgerinnen und Preisträger ist es, „LeOn“ für die Schulen in allen deutschen Bundesländern zugänglich zu machen.

Stichwort: Deutscher Lesepreis

Der Deutsche Lesepreis wird seit 2013 jährlich durch die Stiftung Lesen und die Commerzbank-Stiftung verliehen. Anlass für die Schaffung des Preises seien laut Stiftung Lesen große Defizite bei der Fähigkeit zu Lesen gewesen. Die mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Auszeichnung ehrt Personen und Institutionen, die sich mit großem Engagement für die Leseförderung von insbesondere Kindern, Jugendlichen und Familien einsetzen.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Michael Krelle, Telefon 0371 531-31110, E-Mail

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