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Pressemitteilung vom 05.11.2018

Eine Marktlücke: Vorschulbildung per App

EXIST-gefördertes Gründerteam entwickelt an der TU Chemnitz Lern-App zur Förderung vorschulischer Kompetenzen - Eltern mit Kindern für Studie gesucht, die am 20. November startet

Kinder in bildungsrelevanten Kompetenzen zu fördern, ist eine gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Aufgabe, denn Bildung ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor der Zukunft. Vor diesem Hintergrund möchte das Gründerteam PIAS an der Technischen Universität Chemnitz Lernangebote bereitstellen, welche Kinder und Eltern in den Entwicklungsaufgaben unterstützen und gleichsam den neuesten medientechnischen Anforderungen entsprechen. "Unser Ziel ist es, frühkindliche Bildungsprogramme zu verbessern und dabei ein Lernangebot zu entwickeln, das auf den individuellen Entwicklungsstand der Kinder eingeht und positiv auf Lernprozesse einwirkt", sagt Dr. Sabine Völkel, die gemeinsam mit Dr. Madlen Müller-Wuttke und Jonathan Fischer zum Team gehört.

Frühkindliche Bildungsangebote mit mobilen, multimedialen Medien verbinden

Aus der wissenschaftlichen Tätigkeit an der Professur Medienpsychologie der TU Chemnitz unter Leitung von Prof. Dr. Peter Ohler weiß das Gründerteam um den positiven Zusammenhang zwischen vorschulischer Bildung und dem späteren Schulerfolg, der in nationalen und internationalen Studien nachgewiesen wurde. "Vor allem die Förderung der phonologischen Bewusstheit sowie des Zahl-Mengen-Verständnisses zählen zu den zentralen Kompetenzbereichen, die eine positive Vorhersage für das spätere Lesen, Schreiben und Rechnen erlauben", sagt Müller-Wuttke. Frühkindliche Bildungsangebote mit mobilen, multimedialen Medien zu verbinden, stelle die Gründungsidee dar. Dafür entwickelt das Gründerteam PIAS, eine Lern-App für Vorschulkinder im Alter von drei bis sechs Jahren. "PIAS verbindet hierbei die digitalen Möglichkeiten, Kinder mit wissenschaftlich begründeten Lerninhalten motiviert, kindgerecht und lernförderlich auf die Schule vorzubereiten", berichtet Fischer. Die Vermittlung der Inhalte sei auf den individuellen Leistungsstand der Kinder mittels adaptiven Lernens sowie auf situative Rahmenbedingungen mit Hilfe einer Proaktivitätskomponente angepasst.

Das PIAS-Team hat bereits einen ersten Prototyp der Lern-App "Pias Lernreise" im Rahmen des EXIST-Gründerstipendiums entwickelt. Gefördert wird das Vorhaben seit März 2018 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und durch den Europäischen Sozialfonds.

Eltern mit Kindern für Studie gesucht

Für eine Studie zur Wirksamkeit und Nutzerfreundlichkeit der neuen Lern-App sowie zu Einstellungsfragen sucht das dreiköpfige Gründerteam nun Eltern mit Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren. Die Studie startet am 20. November 2018. Wer das Team an der Professur Medienpsychologie unterstützen möchte, kann sich per Mail melden bei Dr. Madlen Müller-Wuttke, E-Mail madlen.mueller-wuttke@..., Telefon 0371 531-32433.

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