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Pressemitteilung vom 08.02.2018

Regelungs- und Sensortechnik gibt Impulse für die Lebensmittelproduktion und die Medizintechnik

Sächsisches Wissenschaftsministerium fördert an der TU Chemnitz zwei Forschungsprojekte im Bereich Lebenswissenschaften und Biotechnologie - ein weiteres Kooperationsprojekt soll folgen

An der Technischen Universität Chemnitz gehen im Februar 2018 zwei Forschungsprojekte in den Bereichen Biotechnologien und Lebenswissenschaften an den Start. Dafür stellt das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) bis Ende 2020 eine Forschungsprojektförderung aus Landesmitteln in Höhe von etwa 688.000 Euro zur Verfügung.

Das erste der beiden in Chemnitz geförderten Forschungsvorhaben ist das interdisziplinäre Projekt „Patientenorientierte Gesundheitsversorgung des Bewegungsapparates“ (kurz: PAGESU). Mittels sticksensorbasierter Faserverbundsensoren soll dabei ein detaillierter Einblick in die Biomechanik des Fußes während alltäglicher Belastungen gelingen. „Es ist erstaunlich, wie wenig wir über die Belastung unserer Füße unter realitätsnahen Bedingungen wissen“, sagt Dr. Freddy Sichting, Mitarbeiter an der Professur Bewegungswissenschaft und ergänzt: „Mit der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung haben wir einen idealen Kooperationspartner gefunden, um das zu ändern“. Dank der Förderung wird es nun möglich sein, Fragen zur funktionellen Anatomie des Fußes zu beantworten und gleichzeitig die Möglichkeiten und Potentiale der Sticksensortechnik für Entwicklungen und Anwendungen im Bereich der Medizintechnik auszuloten.

Im Mittelpunkt des zweiten Projektes mit dem Kurztitel EiNES steht die „Effizienz- und Nachhaltigkeitssteigerung in der Produktion von Lebensmitteln und von nachwachsenden Rohstoffen mittels einer E-Mobility-basierten Sensortechnologie“. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fakultäten für Elektrotechnik und Informationstechnik sowie für Mathematik werden das Potenzial von Elektro-Antrieben ausnutzen und eine Sensortechnologie entwickeln, welche die Erkennung der Zustände landwirtschaftlicher Flächen erlaubt. Die gewonnenen Informationen ermöglichen eine Prozessüberwachung und Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion durch zustandsabhängige Regelung der Betriebsparameter von Landmaschinen. Dadurch wird der Boden geschont, die Effizienz in der Produktion von Lebensmitteln und nachwachsenden Rohstoffen steigt und gleichzeitig wird der Kraftstoffverbrauch und die damit verbundene CO2-Emission verringert“, erläutert Projektleiter Prof. Dr. Stefan Streif, Inhaber der Professur Regelungstechnik und Systemdynamik. Unterstützt werden sie dabei vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie vom Sächsischen Agrarverband AgroSax e.V.

Neben diesen beiden bereits bewilligten Projekten soll noch ein weiteres Kooperationsprojekt der TU Chemnitz mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU im April beginnen.
Auskünfte zum Projekt PAGESU erteilt Dr. Freddy Sichting von der Professur Bewegungswissenschaft, Telefon 0371 531–38823, E-Mail freddy.sichting@.... Informationen zum Projekt EiNES gibt Prof. Dr. Stefan Streif, Telefon 0371 531-31899, E-Mail stefan.streif@...

Wichtiger Hinweis für die Medien: Im Presseportal der TU Chemnitz können Sie zwei themenbezogene Fotos honorarfrei aus dem Ordner „Forschung“ des Bildarchivs herunterladen (Motiv 1: Dass gesunde Füße das Fundament eines gesunden Bewegungsapparates bilden, ist sich Florian Ebrecht, Mitarbeiter der Professur Bewegungswissenschaft der TU Chemnitz, bewusst. Im Rahmen des Projekts PAGESU will er dem wissenschaftlich auf den Grund gehen. Foto: TU Chemnitz/Nicolai Kram / Motiv 2: Prof. Dr. Stefan Streif (l.), Inhaber der Professur Regelungstechnik und Systemdynamik der TU Chemnitz, und sein Mitarbeiter Dr. Pavel Osinenko an einem bestehenden Versuchsaufbau für ein Sensorfahrzeug, welcher im Rahmen des Projekts EiNES in die Praxis überführt und erweitert werden soll. Foto: TU Chemnitz/Uwe Meinhold): https://www.tu-chemnitz.de/tu/pressestelle/rubrik.php?id=4
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