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Pressemitteilung vom 15.07.2013

Vom Ur-Kilogramm zum Quanten-Hall-Effekt

Nobelpreisträger Prof. Dr. Klaus von Klitzing ist am 17. Juli 2013 mit einem öffentlichen Vortrag an der TU Chemnitz zu Gast

Meter, Stunde, Kilogramm - manche physikalischen Einheiten sind im täglichen Leben allgegenwärtig. Wissenschaftler arbeiten jedoch mit dem "Système international d`unités" - kurz SI. Dieses kennt sieben Basiseinheiten, je eine für die Länge, die Zeit, die Masse, den Strom, die Temperatur, die Stoffmenge und die Lichtstärke. Einen historischen Überblick über dieses System und seine mögliche Überarbeitung gibt Prof. Dr. Klaus von Klitzing im Physikalischen Kolloquium an der Technischen Universität Chemnitz. Auf Einladung von Prof. Dr. Peter Häussler Inhaber der Professur Physik Dünner Schichten an der TU Chemnitz, spricht der Nobelpreisträger am Mittwoch, den 17. Juli 2013, zum Thema "Vom Ur-Kilogramm zum Quanten-Hall-Effekt". Der Vortrag beginnt um 17.15 Uhr im Hörsaalgebäude an der Reichenhainer Straße 90, Raum N012. Der Eintritt ist frei; die öffentliche Veranstaltung richtet sich an alle naturwissenschaftlich Interessierten.

Prof. von Klitzing berichtet über die Wahrscheinlichkeit, dass in nächster Zeit die SI-Basiseinheiten auf der Grundlage von Fundamentalkonstanten neu definiert werden. Auch das Ur-Kilogramm, das physisch noch heute in Paris aufbewahrt wird, würde dadurch seine Bedeutung verlieren. Bei einer solchen Neufestlegung wird der Quanten-Hall-Effekt eine wichtige Rolle spielen. Für die Entdeckung dieses Effektes erhielt von Klitzing im Jahr 1985 den Nobelpreis für Physik. In seinen eigenen Worten: "Von Beginn an war klar, dass hier ein neuer elektrischer Widerstand entdeckt wurde, dessen Wert nur von Naturkonstanten abhängt. Heute ist er durch die von-Klitzing-Konstante charakterisiert. Diese Entdeckung hat nicht nur die Präzisionsmesstechnik elektrischer Größen revolutioniert, sondern unser gesamtes Einheitensystem."

Prof. Dr. Klaus von Klitzing ist seit 1985 Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart. 1988 verlieh ihm die heutige TU Chemnitz die Ehrendoktorwürde.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Peter Häussler, Telefon 0371 531-33140, E-Mail haeussler@....
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