Springe zum Hauptinhalt
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
Pressemitteilungen
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion 

Pressemitteilung vom 26.06.2013

Ausstellung gegen das Vergessen

Von 2. bis 11. Juli 2013 ist die Plakatausstellung "Freiheit und Zensur - Filmschaffen in der DDR zwischen Anpassung oder Opposition" im Hörsaalgebäude zu sehen - Vernissage mit Fachvorträgen

Der Balanceakt zwischen Kunst, freier Meinungsäußerung und Zensur spielte in der DDR für Kunstschaffende eine große Rolle. Um die Reflexion über die Themen Meinungsfreiheit und Meinungstransport in Film und Fernsehen nicht verebben zu lassen, erstellte das Wilhelm-Fraenger-Institut Berlin anlässlich des 50-jährigen Mauerjubiläums 2011 die Ausstellung "Freiheit und Zensur - Filmschaffen in der DDR zwischen Anpassung und Opposition". Studierende der TU Chemnitz holen diese Ausstellung nun nach Chemnitz. Sie ist vom 2. bis 11. Juli 2013 im Hörsaalgebäude an der Reichenhainer Straße 90 zu sehen. Das Gebäude ist montags bis freitags von 7 bis 20.30 Uhr geöffnet.

Anhand ausgewählter DEFA-Filme aus der staatlichen DDR-Filmproduktion werden jüngere deutsche Geschichte und die Einflussnahme der DDR-Politik auf Film, Kultur und Gesellschaft dargestellt. Neben den Filminhalten wird die Zeitgeschichte betrachtet und ein politischer Kontext hergestellt.

Die Vernissage zur Ausstellung beginnt am Dienstag, den 2. Juli 2013, um 19 Uhr im Hörsaalgebäude, Reichenhainer Straße 90, Raum N013. Hierbei wartet ein informatives Programm auf die Besucher: Im Anschluss an die Begrüßung durch Prof. Dr. Teresa Pinheiro vom Institut für Europäische Studien folgen Fachvorträge und eine Podiumsdiskussion. Zunächst ist der Gründungsvorsitzende des Vereins "Lern- und Gedenkort Kaßberg Gefängnis" Dr. Clemens Heitmann zu Gast. Aufklärung über die politischen Umstände und die Zensur der Filmschaffenden sind für ihn sehr wichtig: "Ich arbeite täglich mit Menschen, die aus politischen Gründen im Kaßberg Gefängnis inhaftiert waren und die teilweise bis heute nicht an diesen Ort zurückkehren können. Ich möchte nicht, dass jemals wieder in Europa Menschen wegen ihrer Meinung, ihrer Freundschaften oder wegen eines Reisewunsches eingesperrt und verkauft werden", erklärt er. Als zweiter Vortragender spricht der Chemnitzer Filmemacher Claus Löser. Er promovierte nicht nur an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg über unabhängige DDR-Künstlerfilme, sondern war auch selbst in der DDR als Filmemacher aktiv und spricht als Zeitzeuge über seine individuellen Erlebnisse bei der Gratwanderung zwischen künstlerischem Schaffen und systemgelenkter Zensur.

Zur Finissage laden die Organisatoren am 11. Juli ab 19 Uhr in den Club der Kulturen (Thüringer Weg 3) ein. Nach einer Podiumsdiskussion mit Jan Kummer von der "AG Geige" und Andreas Bochmann vom Kulturkaufhaus DAStietz wird der Film "Berlin Ecke Schönhauser" gezeigt.

  • Werbedisplay zur Online-Befragung

    TUCpanel 2026 ist gestartet!

    Vom 27. April bis zum 8. Mai 2026 haben Studierende der TU Chemnitz die Möglichkeit, ihre Studienbedingungen im Rahmen einer universitätsweiten Online-Befragung aktiv mitzugestalten …

  • BildbeschDrei Mädchen stehen in einer Reihe vor einem Experiment

    Technik erleben: Girls’Day 2026 an der TU Chemnitz

    Großes Interesse an MINT-Angeboten – Schülerinnen sammelten beim diesjährigen Girls´Day praxisnahe Erfahrungen in Technik und Wissenschaft …

  • Porträt einer Frau

    Im Fokus: Bedroh­liche Veränderungen der politischen Kultur

    Prof. Dr. Susanne Rippl vom Arbeitsbereich Politische Soziologie der TU Chemnitz ist Co-Autorin eines Buches, das aufzeigt, wie rechte Narrative die Demokratie unterwandern …

  • Porträt eines Mannes

    Schichtungen im Moment des Hörens

    Konzertsymposium „Schichtungen: Chemnitz, Berlin, Wien. In memoriam Peter Ablinger“ bringt vom 21. bis zum 22. Mai 2026 internationale Komponisten und Interpreten, Installationen, Konzeptkunst und wissenschaftliche Perspektiven an die TU Chemnitz und in die Kunstsammlungen Chemnitz …