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Pressemitteilung vom 05.11.2012

Mein Buch: Der Großtyrann und das Gericht

Öffentliche Ringvorlesung "Mein Buch" geht in die nächste Runde - am 7. November 2012 spricht Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll

Die Ringvorlesung "Mein Buch" wird am 7. November 2012 um 19.30 Uhr im Kleinen Saal des Museums Gunzenhauser am Falkeplatz in Chemnitz fortgesetzt. Der Eintritt ist frei. Diesmal referiert Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll über das Werk "Der Großtyrann und das Gericht" von Werner Bergengruen. Kroll ist Inhaber der Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts der TU Chemnitz. Die Ringvorlesung ist eine Veranstaltung der Professur Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft.

Prof. Kroll erklärt, weshalb er dem Chemnitzer Publikum das Werk von Werner Bergengruen vorstellen möchte: "Der Schriftsteller Werner Bergengruen, der von 1892 bis 1964 lebte, war einst ein viel gelesener Bestseller-Autor. Heute er nur noch einer kleinen Zahl von Literaturfreunden geläufig. Indes lohnt es sich, sein Werk neu zu entdecken. Zum einen war er einer jener nicht sehr zahlreichen deutschsprachigen Autoren, die durch ihre baltische Herkunft eine im besten Sinne kulturvermittelnde Aktivität zwischen West und Ost entfaltet haben. Zum anderen gehörte er zu jenen nach 1933 in Deutschland gebliebenen Schriftstellern, die ein der nationalsozialistischen Ideologie entgegengesetztes, von christlich-humanistischen Werten gespeistes Welt- und Menschenbild vertraten. Die Erfahrung, wie unter den Bedingungen eines totalitären Systems literarischer Widerstand von innen heraus geleistet worden ist, dürfte angesichts des vieldiskutierten Umgangs mit den Erbschaften der DDR-Vergangenheit gerade hier in Chemnitz ein erhöhtes Interesse beanspruchen. In diesem Sinne dient der 1937 erschienene Roman `Der Großtyrann und das Gericht´ als exemplarisches Schlüsselwerk."

Das Programm der Ringvorlesung: http://www.tu-chemnitz.de/phil/ifgk/germanistik/ndvl/aktuelles.php

Kontakt: Prof. Dr. Bernadette Malinowski, Professur Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft, Telefon 0371 531-39511, E-Mail bernadette.malinowski@...
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