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Pressemitteilung vom 25.10.2011

"Der Weg zur Mauer"

Ausstellung "Eingemauert. Die sächsischen Hochschulen und der 13. August 1961" ist noch bis zum 27. Oktober 2011 in Chemnitz zu sehen - beim Abschlussvortrag spricht Prof. Dr. Manfred Wilke

Die Ausstellung "Eingemauert. Die sächsischen Hochschulen und der 13. August 1961" der sächsischen Universitätsarchive kann noch bis zum 27. Oktober 2011 in Chemnitz besichtigt werden. Sie ist von 10 bis 20 Uhr im Kulturkaufhaus DAStietz (Am Moritzhof 20) zu sehen, der Eintritt ist frei. Anschließend geht sie an ihre vorerst letzte Station nach Leipzig. Auf 44 Postern zeigt die Ausstellung vor allem die Ereignisse an den Hochschulen in Chemnitz - ehemals Karl-Marx-Stadt -, Dresden, Freiberg und Leipzig unmittelbar vor und nach dem 13. August 1961. Schlaglichtartig beleuchtet sie auch die weitere Entwicklung bis zum Fall der Mauer im Jahr 1989.

Zum Abschluss findet ein weiterer öffentlicher Vortrag statt, den die Konrad-Adenauer-Stiftung, Bildungswerk Dresden, organisiert. Prof. Dr. Manfred Wilke, Soziologe und Publizist sowie Projektleiter beim Institut für Zeitgeschichte München, stellt unter dem Titel "Der Weg zur Mauer. Stationen der Teilungsgeschichte" seine neuesten Forschungsergebnisse vor. Der Vortrag findet von 19 bis 20.30 Uhr in der Neuen Sächsischen Galerie im DAStietz statt.

Prof. Wilke konnte erstmals Gesprächsprotokolle aus russischen Archiven zwischen dem Vorsitzenden des Staatsrats der Deutschen Demokratischen Republik Walter Ulbricht und dem sowjetischen Regierungschef Nikita Chruschtschow berücksichtigen. Er weist nach, dass die Zustimmung zum Mauerbau durch Chruschtschow erst am 20. Juli 1961 erfolgte. Die DDR-Führung hatte schon lange in Moskau interveniert um die endgültige Grenzschließung auch in Berlin durchzusetzen. "Weltpolitisch erwies sich die Mauer in Berlin als ein Kompromiss, der die Lösung einer Krise darstellte, unter Verhinderung eines atomaren Krieges. Der Preis dafür war aber die andauernde Teilung Deutschlands, sogar deren Zementierung im wahrsten Sinne des Wortes", erklärt Stephan Luther. Der Leiter des Universitätsarchivs hat sich mit der Situation der damaligen Hochschule für Maschinenbau Karl-Marx-Stadt auseinandergesetzt und die neun Chemnitzer Tafeln für die Ausstellung erstellt. Diese zeigen neben erklärenden Texten auch Dokumenten und Fotos aus der Zeit des Mauerbaus.

Weitere Informationen erteilt Stephan Luther, Telefon 0371 531-32694, E-Mail stephan.luther@....
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