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Pressemitteilung vom 08.01.2010

Minister unter Lothar de Maizière

Minister unter Lothar de Maizière
Klaus Reichenbach, erster Landesvorsitzender der sächsischen CDU nach 1990, referiert am 12. Januar 2010 in der Ringvorlesung "Friedliche Revolution und deutsche Einheit in Sachsen"

In der nächsten Veranstaltung der Ringvorlesung "1989/90-2009/10 Friedliche Revolution und deutsche Einheit in Sachsen - Akteure zwischen Konfrontation und Konzession" am 12. Januar 2010 berichtet Klaus Reichenbach, erster Landesvorsitzender der sächsischen CDU nach 1990, über seine politische Arbeit vor, während und nach der "Wende". Der Vortrag beginnt um 18 Uhr im Hörsaalgebäude der TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 90, Raum N012. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist eine Initiative der Sächsischen Staatsregierung und der Professur Politische Systeme, politische Institutionen der TU Chemnitz. Sie wird gefördert aus Mitteln des Freistaates Sachsen.

Klaus Reichenbach wurde 1945 in Altenburg bei Leipzig geboren. Nach Abschluss der Mittelschule absolvierte er eine Berufsausbildung mit Abitur sowie anschließend ein Textilingenieur-Studium. 1969 übernahm er die Geschäftsführung der im Familienbesitz befindlichen Textilfirma in Hartmannsdorf bei Chemnitz. Nach der Zwangsverstaatlichung 1972 führte Reichenbach die Firma als Betriebsdirektor weiter. Ab 1985 war er Direktor des VEB Feinstrickwaren Goldfasan in Burgstädt. Neben seiner beruflichen Tätigkeit studierte er im Fernstudium Staats- und Rechtswissenschaft (1975-1980) sowie Rechtswissenschaft (1982-1986). Seine politische Karriere begann er nach seinem CDU-Eintritt 1969 zunächst als Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Karl-Marx-Stadt/Land. 1987 wurde er Mitglied des CDU-Hauptvorstandes, ab 1988 saß er dem CDU- Bezirksverband Karl-Marx-Stadt vor. 1990 ging er beachtliche politische Wege. Am 3. März 1990 auf dem ersten sächsischen CDU-Landesparteitag zum Landesvorsitzenden gewählt, zog Reichenbach am 18. März in die Volkskammer ein und war von April bis Oktober als Minister im Amt des Ministerpräsidenten der DDR zuständig für die Umsetzung der Transformations- und Reformpolitik der Regierung de Maizière. Im Oktober 1990 wurde er Mitglied im CDU-Bundespräsidium, im Dezember Abgeordneter des Deutschen Bundestages. 1991 trat Reichenbach nach kontroversen Diskussionen um den Weg der Neuorientierung der sächsischen Union und erneuten Debatten über seine Blockpartei- Vergangenheit als CDU-Landesvorsitzender zurück. 1994 schied er aus dem Bundestag aus und verließ damit die Politik. Seit 1995 arbeitet Klaus Reichenbach als praktizierender Rechtsanwalt in Hartmannsdorf. Er ist Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes e.V. sowie Mitglied des DFB-Vorstandes.

Weitere Informationen erteilen Prof. Dr. Eckhard Jesse, Telefon 531-27720, E-Mail eckhard.jesse@phil.tu-chemnitz.de, oder Dr. Thomas Schubert, Telefon 531-27729, E-Mail thomas.schubert@phil.tu-chemnitz.de.


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