Springe zum Hauptinhalt
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
Pressemitteilungen
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion 

Pressemitteilung vom 12.04.2007

"Elektronischer Spürhund" im Handtaschenformat

"Elektronischer Spürhund" im Handtaschenformat
Hannover Messe 2007: Chemnitzer Forscher stellen ein transportables Messgerät vor, mit dem etwa Drogen, Arzneimittel und Schadstoffe schnell, sicher und kostengünstig bestimmt werden können

Das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM, das Zentrum für Mikrotechnologien der TU Chemnitz und die Firma Colour Control Farbmesstechnik GmbH Chemnitz präsentieren vom 16. bis 20. April 2007 auf der Hannover Messe (Halle 15, Stand D34) ein transportables Nahinfrarot-Spektrometer. "Mit diesem Gerät können beispielsweise Kriminologen sehr schnell und sicher Rauschgifte, Gefahrenstoffe oder Falschgeld bestimmen", versichert Thomas Otto, stellvertretender Leiter des Chemnitzer Institutsteils des IZM. Überhaupt sei das Gerät sehr gut zur zerstörungsfreien Messung von Molekülspektren von Feststoffen, Dünnfilmen, Pasten und Flüssigkeiten geeignet - egal ob in der Lebensmittelkontrolle, medizinischen Diagnostik, Gerichtsmedizin, Pharmaindustrie oder Gasanalyse.

"Ein aktuelles Einsatzgebiet der Nahinfrarotspektroskopie ist die Qualitätskontrolle von Medikamenten und Fertigarzneimitteln", berichtet Projektmitarbeiter Ray Saupe. Nicht nur die Entwicklung und die Herstellung von Medikamenten müssen überwacht werden, auch die Qualitätsstandards sind im Zuge der Öffnung dieses Marktes und der Legalisierung des Internetversandes von Pharmazeutika zu sichern. "Ein flächendeckender Einsatz der Nahinfrarot-Spektroskopie zur sicheren Erkennung von Qualitätsmängeln wie Unterdosierungen, Placebos, falschen Wirkstoffen oder zusätzlichen Substanzen könnte mithilfe der neuartigen Technologie Gewinn bringend eingesetzt werden", ist Saupe überzeugt. Besonders vor dem Hintergrund der Gefahr zunehmender Arzneimittelfälschungen könnten Apotheker und Pharmagroßhandel von dieser schnellen Qualitätskontrolle profitieren.

Das kostengünstige Spektrometer aus Chemnitz kann auch unter rauen und vibrierenden Umgebungsbedingungen wie zum Beispiel in der Umweltanalytik und industriellen Prozesskontrolle eingesetzt werden. Es arbeitet nach dem Prinzip scannender Gitterspektrometer. Die Hauptkomponente des Instruments bildet ein am Zentrum für Mikrotechnologien der TU Chemnitz entwickelter Mikrospiegel, mit dem infrarote Strahlung hochpräzise abgelenkt werden kann. Eine auf dem Spiegel aufgetragene Chrom-Gold- Beschichtung ermöglicht eine Reflektion von mehr als 98 Prozent und damit einen hohen Lichtdurchsatz. Dies macht eine präzise Bestimmung von Inhaltsstoffen, Konzentrationen und Substanzen mit einer hohen Empfindlichkeit möglich.

Weitere Informationen erteilt Ray Saupe, Telefon (03 71) 53 97 - 19 48, E-Mail ray.saupe@che.izm.fraunhofer.de , http://www.pb.izm.fraunhofer.de/mdae .

Wichtiger Hinweis für die Medien: In der Pressestelle der TU Chemnitz können Sie honorarfrei ein themenbezogenes Foto anfordern. Motiv: Ray Saupe vom Zentrum für Mikrotechnologien zeigt den an der TU entwickelten Mikrospiegel - die Hauptkomponente des Nahinfrarot-Spektrometers. Foto: TU Chemnitz/Uwe Meinhold.


  • Werbedisplay zur Online-Befragung

    TUCpanel 2026 ist gestartet!

    Vom 27. April bis zum 8. Mai 2026 haben Studierende der TU Chemnitz die Möglichkeit, ihre Studienbedingungen im Rahmen einer universitätsweiten Online-Befragung aktiv mitzugestalten …

  • BildbeschDrei Mädchen stehen in einer Reihe vor einem Experiment

    Technik erleben: Girls’Day 2026 an der TU Chemnitz

    Großes Interesse an MINT-Angeboten – Schülerinnen sammelten beim diesjährigen Girls´Day praxisnahe Erfahrungen in Technik und Wissenschaft …

  • Porträt einer Frau

    Im Fokus: Bedroh­liche Veränderungen der politischen Kultur

    Prof. Dr. Susanne Rippl vom Arbeitsbereich Politische Soziologie der TU Chemnitz ist Co-Autorin eines Buches, das aufzeigt, wie rechte Narrative die Demokratie unterwandern …

  • Porträt eines Mannes

    Schichtungen im Moment des Hörens

    Konzertsymposium „Schichtungen: Chemnitz, Berlin, Wien. In memoriam Peter Ablinger“ bringt vom 21. bis zum 22. Mai 2026 internationale Komponisten und Interpreten, Installationen, Konzeptkunst und wissenschaftliche Perspektiven an die TU Chemnitz und in die Kunstsammlungen Chemnitz …