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Pressemitteilung vom 20.03.2006

Physikalisches Kolloquium: Mit Strahlen gegen den Krebs

Mit Strahlen gegen den Krebs
Physikalisches Kolloquium beschäftigt sich mit moderner bildgeführter Strahlentherapie

Das Physikalische Kolloquium der Technischen Universität Chemnitz widmet sich am 5. April 2006 in seinem ersten Vortrag des Sommersemesters dem Thema "Mit Strahlen gegen Krebs: Physik und Technik der modernen bildgeführten Strahlentherapie". Referent ist Prof. Dr. Wolfgang Schlegel von der Abteilung für Medizinische Physik in der Strahlentherapie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg.

Zum Hintergrund: Die Strahlentherapie ist eine der drei tragenden Säulen der Krebsbehandlung. Ziel und Problem zugleich ist es, fast unsichtbare Tumoren mit Strahlen zu behandeln. Durch die Einführung der bildgebenden Verfahren der Röntgen- Computertomografie und der Magnetresonanz-Tomografie hat sich die Situation in den letzen 20 Jahren entscheidend verbessert. Heute werden vor jeder Strahlentherapie dreidimensionale Bilder des zu bestrahlenden Tumors und der zu bestrahlenden Körperregion angefertigt. So kann auf Grundlage dieser Bilder im Voraus ein Bestrahlungsplan erstellt werden, der eine optimale Strahlendosis garantiert. Derzeit wird an einer Integration von bildgebenden Verfahren in die Bestrahlungsgeräte gearbeitet, um noch während der Behandlung die Bestrahlung jeder Änderung des Tumors optimal anzupassen. Es entwickelt sich so eine hochpräzise, zeitlich und biologisch angepasste Strahlentherapie, um zukünftig ein hochwirksames und schonendes Verfahren mit großem Heilungspotential für nahezu alle lokal wachsende Tumoren zu haben.

Das öffentliche Kolloquium beginnt 17.15 Uhr im Raum N012 des Hörsaalgebäudes, Reichenhainer Straße 90.

Das Physikalische Kolloquium der TU Chemnitz im Internet: http://www.tu-chemnitz.de/physik/iph_index.php

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Peter Häußler, Professur Physik dünner Schichten, Telefon (03 71) 531-3109 oder -3140, E- Mail haeussler@physik.tu-chemnitz.de


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