Springe zum Hauptinhalt
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
Pressemitteilungen
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion 

Pressemitteilung vom 24.01.2006

Lebensretter im Labor

Lebensretter im Labor
Rekordverdächtige Werkstoffprüfungen an der TU Chemnitz dienen höherer Crashsicherheit etwa von Schutzwesten, Sicherheitsglas und Stählen

Die Bedeutung der Crashsicherheit von Leichtbaukonstruktionen und Bauteilen nimmt in allen Bereichen unseres Lebens ständig zu. Im Falle einer Kollision - beispielsweise in Autos und Maschinen - müssen die verwendeten Werkstoffe in der Lage sein, der Belastung stand zu halten. Zudem müssen sie möglichst viel Energie aufnehmen können. An der TU Chemnitz wird deshalb von der Professur Werkstoffe des Maschinenbaus eine neue Prüftechnik ständig weiterentwickelt, mit der die Widerstandsfähigkeit von zahlreichen Werkstoffen untersucht werden kann. Im "Labor für hochdynamische Werkstoffprüfung" werden beispielsweise Aramid- Gewebe, dem lebensrettenden Futter von Personenschutzwesten, getestet. Darüber hinaus können beispielsweise Sichtscheibenwerkstoffe, Aluminiumlegierungen, Stähle und Keramikwerkstoffe auf mögliche Kollisionsfälle hin untersucht werden.

"Das zu prüfende Material wird dabei im Druckbehälter unserer Gasbeschleunigungsanlage auf eine Geschwindigkeit von bis zu 1500 km/h beschleunigt, bevor es im Auffänger auf einen fest stehenden spitzen Eindringkörper trifft", berichtet Prof. Dr. Lothar W. Meyer, Inhaber der Professur Werkstoffe des Maschinenbaus. "Bereits während des extrem schnell ablaufenden Eindringvorganges können Informationen über die Schadensentwicklung und die dabei auftretenden Kräfte und die Energieaufnahme des zu prüfenden Werkstoffes gemessen werden", ergänzt sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Matthias Hockauf.

"Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die diese Anlage an der TU Chemnitz für die Erhöhung der Crashsicherheit von Werkstoffen nutzen möchten, können gern mit uns kooperieren", versichert Prof. Meyer.

Weitere Informationen: TU Chemnitz, Professur Werkstoffe des Maschinenbaus, Prof. Dr. Lothar W. Meyer, Tel. (03 71) 5 31 - 61 60, E-Mail lothar.meyer@wsk.tu-chemnitz.de.

Hinweis für die Medien: In der Pressestelle können Sie honorarfrei ein themenbezogenes Foto anfordern. Motiv: Matthias Hockauf bereitet im Labor für hochdynamische Werkstoffprüfung der TU Chemnitz einen Versuch vor, in dem die Widerstandsfähigkeit eines Aramid-Gewebes untersucht wird. Foto: TU Chemnitz. Dieses Foto finden Sie auch in unserem elektronischen Bildarchiv: http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/bilder/bildanzeige.php?bild_id=271&bez_lang=Forschung


  • Werbedisplay zur Online-Befragung

    TUCpanel 2026 ist gestartet!

    Vom 27. April bis zum 8. Mai 2026 haben Studierende der TU Chemnitz die Möglichkeit, ihre Studienbedingungen im Rahmen einer universitätsweiten Online-Befragung aktiv mitzugestalten …

  • BildbeschDrei Mädchen stehen in einer Reihe vor einem Experiment

    Technik erleben: Girls’Day 2026 an der TU Chemnitz

    Großes Interesse an MINT-Angeboten – Schülerinnen sammelten beim diesjährigen Girls´Day praxisnahe Erfahrungen in Technik und Wissenschaft …

  • Porträt einer Frau

    Im Fokus: Bedroh­liche Veränderungen der politischen Kultur

    Prof. Dr. Susanne Rippl vom Arbeitsbereich Politische Soziologie der TU Chemnitz ist Co-Autorin eines Buches, das aufzeigt, wie rechte Narrative die Demokratie unterwandern …

  • Porträt eines Mannes

    Schichtungen im Moment des Hörens

    Konzertsymposium „Schichtungen: Chemnitz, Berlin, Wien. In memoriam Peter Ablinger“ bringt vom 21. bis zum 22. Mai 2026 internationale Komponisten und Interpreten, Installationen, Konzeptkunst und wissenschaftliche Perspektiven an die TU Chemnitz und in die Kunstsammlungen Chemnitz …