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Pressemitteilung vom 09.01.2006

Was steckt hinter Cranach? - Sonderführungen für Studierende

Was steckt hinter Cranach?
Technische Universität und Kunstsammlungen Chemnitz laden Studierende zu vier kostenfreien Sonderführungen durch die Cranach-Ausstellung ein

Seit Mitte November 2005 gibt es in Chemnitz so viel Cranach wie noch nie. In Zusammenarbeit mit den Kunstsammlungen Chemnitz bietet die Technische Universität Chemnitz aber noch einiges mehr. Dr. Eske Bockelmann und Dr. Burkhard Müller, Latein-Dozenten an der Universität, ermöglichen Studierenden vier kostenfreie Sonderführungen in der Cranach-Ausstellung. Am 13. Januar 2006 und an den folgenden drei Freitagen laden sie die jungen Leute ein, anderthalb Stunden hinter die Fassade von Cranachs Gemälden zu blicken. Sie werden zeigen, wer wirklich hinter Cranach steckt und was er zum Beispiel mit der Reformation Luthers zu tun hatte. "Ich bin sehr dankbar, dass wir in Chemnitz eine der größten Cranach- Präsentationen besichtigen können", erklärt Eske Bockelmann. "Das Wunderbare daran ist, dass man viele Einblicke in die deutsche Kunst des 16. Jahrhunderts erhält."

Die Führungen beginnen jeweils 16 Uhr ohne vorherige Anmeldung in der ersten Etage der Kunstsammlungen Chemnitz, Theaterplatz 1. Lediglich der ermäßigte Eintrittspreis für Studenten in Höhe von fünf Euro ist zu zahlen. Der sonst übliche Preis für Führungen entfällt.

Neben den Sonderführungen finden auch Vorträge von Mitarbeitern der TU Chemnitz im Rahmen dieser Ausstellung statt. Michael Rupp von der Professur Deutsche Literatur des Mittelalters hält am 31. Januar 2006 einen Vortrag zum Thema "Humanismus, Reformation und Malerei. Reflexe zeitgenössischer Geistesgeschichte bei Cranach". Im Mittelpunkt der Lesung der beiden Latein-Dozenten Bockelmann und Müller am 14. Februar 2006 steht Martin Luther: "Der Mann, dem Cranach ein Image gab". Beide Veranstaltungen beginnen um jeweils 19 Uhr in den Kunstsammlungen Chemnitz am Theaterplatz 1. Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Die Ausstellung in den Chemnitzer Kunstsammlungen ist eine der größten Cranach-Präsentationen, die es je gab. 62 der 77 gezeigten Bilder von Lucas Cranach dem Älteren (1472-1553) und dessen Sohn dem Jüngeren (1515-1586) stammen aus Dresden. Die dortige Gemäldegalerie Alte Meister hat den weltweit größten Bestand an Cranach-Werken. Aufgrund des Platzmangels können sie dort zur Zeit nicht vollständig gezeigt werden, und davon profitiert Chemnitz. Wenn das Dresdner Residenzschloss fertig restauriert ist, kann die weltgrößte Cranach-Sammlung auch dort angemessen präsentiert werden. Weitere Leihgaben kommen unter anderem aus Berlin, Innsbruck, Nürnberg, Leipzig, Dessau und von der Wartburg- Stiftung Eisenach. Die Werke können noch bis zum 12. März 2006 bewundert werden.

Öffnungszeiten: Dienstag - Freitag: 11 - 19 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 10 - 19 Uhr

Weitere Informationen erteilt Dr. Eske Bockelmann unter Telefon (03 71) 561 91 16 oder unter eske.bockelmann@sprachenzentrum.tu-chemnitz.de


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