Springe zum Hauptinhalt
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion
Pressemitteilungen
Pressestelle und Crossmedia-Redaktion 

Pressemitteilung vom 24.11.2005

Was Sandburgen im Innersten zusammenhält

Was Sandburgen im Innersten zusammenhält
Vortrag an der TU Chemnitz zeigt, warum feuchte Sandburgen zusammenhalten und wie Erdrutsche entstehen

Über "Dynamik und kritische Phänomene in feuchten Granulaten" berichtet Prof. Dr. Stephan Herminghaus vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (Göttingen) am 30. November 2005 in seinem Vortrag im Physikalischen Kolloquium der TU Chemnitz. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 17.15 Uhr im Hörsaal N013 des Hörsaalgebäudes, Reichenhainer Straße 90.

Zum Thema: Granulare Materialien spielen in vielen Bereichen des Lebens eine große Rolle. Bei den meisten Rohstoffen handelt es sich um feste Substanzen, die als Granulate in den Verarbeitungsprozess eingebracht werden. Aber auch das Müsli auf dem Frühstückstisch oder die Sandburg am Strand, sind Formen granularer Materie. Ihre physikalische Beschreibung erweist sich als enorm komplex, so dass es erst in jüngerer Zeit durch die Entwicklung leistungsfähiger Großrechner möglich geworden ist, ihre physikalischen Eigenschaften ansatzweise zu verstehen. Feuchte Granulate, die erst durch das Mischen zweier Stoffe entstehen, nämlich dem Granulat und einer Flüssigkeit, sind noch wesentlich komplizierter und werden erst von wenigen Forschern systematisch untersucht.

Prof. Herminghaus studiert mit seinem Team in Göttingen die physikalischen Grundlagen der mechanischen Eigenschaften feuchter Granulate anhand einfacher Modellsysteme. Die Frage, welche Rolle zum Beispiel die Form der Sandkörner für die Stabilität einer Sandburg spielt, lässt sich leicht beantworten, indem man statt Körnern kleine Glaskugeln verwendet: diese erhalten bei Befeuchtung mit Wasser eine ganz ähnliche Konsistenz wie feuchter Sand. Anhand solcher scheinbar einfachen Experimente kann man zeigen, warum eine Sandburg beim Trocknen zerfällt und warum sich zuviel Wasser im Sand ebenfalls ungünstig auswirkt.

Weitere Informationen: TU Chemnitz, Institut für Physik, Prof. Dr. Robert Magerle, Telefon (03 71) 5 31 - 80 33, E-Mail robert.magerle@physik.tu-chemnitz.de


  • Blick in einen vollbesetzten Hörsaal.

    Umfangreicher Service für Studieninteressierte

    Für einen optimalen Start ins Wintersemester 2026/2027: TU Chemnitz bietet neben dem Servicetelefon individuelle Beratungsgespräche und Informationen im Internet an – Einschreibung in zulassungsfreie Studiengänge ist noch bis zum 31. Oktober 2026 möglich …

  • Eine Frau blickt in die Kamera

    Workshop bringt Forschung und Praxis zur Sexarbeit zusammen

    Zwölfter Interdisziplinärer Workshop „Kritische Sexarbeitsforschung“ vom 13. bis 15. November 2026 in Chemnitz. Öffentliche Abendveranstaltung lädt zum Austausch zwischen Forschung und Praxis ein …

  • Ein saniertes Gebäude

    Mit KI reden – und 30 Euro für 45 Minuten verdienen

    Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement der TU Chemnitz sucht Versuchspersonen für eine Vor-Ort-Studie zur Interaktion mit KI-gestützten Sprachassistenten …

  • Drei junge Menschen schauen in die Kamera

    TUCgraduate Day am 10. November 2026

    Internationale Forschungsaufenthalte, Netzwerke und Karrierewege sind 2026 die Schwerpunktthemen des TUCgraduate Day der TU Chemnitz – Anmeldung ab sofort möglich …