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Pressemitteilung vom 17.01.2005

Alles "nano" oder was?

Alles "nano" oder was?
Im Rahmen der Vortragsreihe ''Physik - wie Forschung Spaß macht!'' beschäftigt sich die nächste Vorlesung mit der Faszination von Nanoröhren und Nanodrähten

Dr. Sibylle Gemming von der TU Dresden lädt am 21. Januar 2005 um 15.30 Uhr zur vorletzten Vorlesung in der Reihe "Physik - wie Forschung Spaß macht!" ein. Sie referiert zum Thema "Spaghetti und Co. - Von Nanoröhren und Nanodrähten" und stellt dabei faszinierende Eigenschaften kleinster Röhren und Drähte vor. Die Vorlesung findet im Hörsaal- und Seminargebäude, Reichenhainer Straße 90, im Raum N012 statt. Der Eintritt ist frei.

Zum Hintergrund: Vor kurzem erstaunte der Chip-Hersteller Infineon mit der Ankündigung, dass man zur Röhren-Elektronik zurückkehren wolle. Nicht zu den klassischen Röhren, sondern zu kleinsten Röhren aus Kohlenstoff. Diese "Nanoröhren" mit Durchmessern und Längen von wenigen Millionstel Millimeter machen es möglich, nanoelektronische Bauelemente herzustellen, die nur ein Viertel so groß sind wie herkömmliche Bauelemente. Damit steigen beispielsweise Speicherdichte und Geschwindigkeit, mit der Schalt- bzw. Rechenvorgänge ablaufen. Konventionellen Silizium- Elementen sind diese röhren-basierten Elemente ebenfalls überlegen. Kohlenstoffröhren leiten elektrischen Strom tausendmal besser als Kupfer und können zehnmal so viel Strom aufnehmen wie Silizium. Damit bieten Nanoröhren-Bauelemente ein enormes Energiesparpotenzial und insbesondere Langzeitstabilität.

Der letzte Vortrag der Vortragsreihe ''Physik - wie Forschung Spaß macht!'':

28.01.2005 - "Die Zukunft ist organisch"

Weitere Informationen gibt Dr. Sibylle Gemming, E-Mail: Sibylle.Gemming@chemie.tu-dresden.de

(Autorin: Janine Mahler)


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