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Pressemitteilung vom 19.05.2004

"Jugend forscht": Mit intelligenten Agenten in die USA

Mit intelligenten Agenten in die USA
Chemnitzer Schülerin erhielt Sonderpreis bei “Jugend forscht” – Professur für Künstliche Intelligenz betreute das Projekt

Beim diesjährigen Bundesfinale von “Jugend forscht” an der Universität Saarbrücken wurde die Schülerin Antje Lang des Chemnitzer Johannes-Kepler-Gymnasiums vor wenigen Tagen mit einem Studien-Sonderpreis ausgezeichnet. In der Kategorie Mathematik/Informatik erhielt sie für ihr Forschungsprojekt “Kooperation statt Egoismus” eine Einladung des Gouverneurs von West Virginia zu einem Forschungscamp.

Für “Jugend forscht” führte die 19-Jährige Untersuchungen zu sozialen und intelligenten Computeragenten durch. In der Informatik gelten so genannte Agenten als kleine, selbstständige Programme. Antje Lang entwickelte unter dem Motto “Kooperation statt Egoismus” eine Computersimulation, in der sie die Agenten mit unterschiedlichen, zum Teil menschlichen Charakteren ausstattete. In einem Geldspiel sollten die Agenten einen möglichst hohen Gewinn erwirtschaften. Dabei stellte die Schülerin fest, dass in der Regel nicht die egoistischen Agenten den größten Gewinn einstrichen, sondern die lernfähigen.

Betreut wurde Antje Lang während ihrer Forschungsarbeit von der Professur Künstliche Intelligenz der TU Chemnitz über einen Zeitraum von zwei Jahren. So wurden der Schülerin unter anderem Literatur und Software-Lizenzen zur Verfügung gestellt. Entstanden war das Thema aus einem Teilprojekt der TU Chemnitz des Schwerpunktprogramms “Sozionik” der Deutschen Forschungsgesellschaft. Die Sozionik stellt ein neues Forschungsfeld zwischen Soziologie und Künstlicher Intelligenz dar. Dabei geht es um die Frage, wie es möglich ist, Vorbilder aus der sozialen Welt aufzugreifen, um daraus intelligente Computertechnologien zu entwickeln.

Schon seit mehreren Jahren engagiert sich die Professur in der Unterstützung von Schülern bei der Erstellung einer so genannten BeLL (Besondere Lernleistung im Rahmen der Sekundarstufe II) zu einem speziellen Thema. Diese wird dann gegebenenfalls - wie bei Antje Lang - bei “Jugend forscht” angemeldet. Die TU Chemnitz unterstützte zudem materiell weitere Schüler des Kepler-Gymnasiums bei der Präsentation ihrer Forschungsergebnisse in Saarbrücken.

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