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Pressemitteilung vom 29.04.2004

Ist die Beschleunigung unserer Zeit noch zu stoppen?

Ist die Beschleunigung unserer Zeit noch zu stoppen?
AgricolaFORUM widmet sich Goethes Entdeckung der Langsamkeit

Goethes prophetisch anmutende Warnung vor der rastlosen Beschleunigung als dem “größten Unheil unserer Zeit”, die “nichts reif werden lässt”, steht am 6. Mai 2004 auf dem Programm des AgricolaFORUMs an der TU Chemnitz. Der Vortrag des ehemaligen Generalsekretärs der Alexander von Humboldt Stiftung Manfred Osten findet im Hörsaal 316 im Böttcher-Bau, Straße der Nationen 62 statt. Beginn ist 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Zum Hintergrund: Goethe hatte in vielem recht, in manchem unrecht, immer aber hat er weit vorausgedacht, und so kommt er uns nicht nur aus der Vergangenheit, sondern unverhofft auch aus der Zukunft entgegen. “Alles veloziferisch” – so lautet Goethes hochaktuelle Formel der Moderne. In ihr verbindet sich die Eile (velocitas) mit Luzifer, dem Teufel alias Mephisto. Und es ist auch Mephisto, der Faust – dem Helden der modernen Tragödie aller Übereilungen – bereits sämtliche Instrumente der Ungeduld andient: den schnellen Mantel, das schnelle Geld, die schnelle Liebe. Und es ist dieser Geist übereilenden Denkens und Handelns – in Gestalt von Irrtum und Gewalt – der den modernen “Projektmacher” Faust auch den letzten irreversiblen Fehler begehen lässt: die Selbstzerstörung im Zeichen von rastloser Investition und Auslöschung.

Manfred Osten hat im Licht der Formel des “Veloziferischen” vor allem Goethes Faust, die Wahlverwandtschaften und den West-östlichen Divan neu gelesen. Das Ergebnis ist eine überraschende Modernität Goethes vor dem Hintergrund zentraler Probleme des 21. Jahrhunderts.

Weitere Informationen: Dr. Klaus Morawetz, Telefon (03 71) 5 31 31 46, und Prof. Dr. Michael Schreiber ( Professur Theorie ungeordneter Systeme) sowie Prof. Dr. Friedrich Naumann, Telefon (03 71) 5 31 - 40 61 (Professur Wissenschafts-, Technik- und Hochschulgeschichte) an der TU Chemnitz.


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