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Pressemitteilung vom 01.12.2003

Das Geheimnis um das Vorwort von Isabel Allende

Das Geheimnis um das Vorwort von Isabel Allende
TU-Absolventin Anja Wolf und ihr Freund Reiko Dürr waren ein Jahr in Südamerika unterwegs – Buchvorstellung am 4. Dezember im Vita-Center

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Wenn zwei gemeinsam ein Jahr lang einen ganzen Kontinent bereisen, dann fällt die Schilderung der Erlebnisse natürlich bedeutend umfangreicher aus. 345 Tage waren zwei Chemnitzer im Jahr 2002 in Südamerika unterwegs. “Ich hatte kaum meine letzten BWL-Prüfungen hinter mir, da sind wir losgefahren”, erzählt Anja Wolf, Absolventin der TU Chemnitz. Sie und ihr Freund, der Heizungsbauer Reiko Dürr, ließen ihr normales Leben für eine Weile hinter sich, um “den Kontinent und die Leute intensiver kennen zu lernen, als das in einem kurzem Urlaub möglich ist.” Sieben Länder erkundeten sie auf ihrer Reise, meist mit einem prall gefüllten Rucksack auf dem Rücken. Ein Versuch, die Lasten abzugeben, scheiterte am Unwillen zweier Grautiere: “Für eine zehntägige Tour haben wir für 90 Dollar zwei Esel gekauft. Aber weil die Viecher nicht zu bewegen waren, Brücken zu überqueren, mussten wir den Trip nach vier Tagen abbrechen und die Esel an ihre ursprünglichen Besitzer zurückgeben...”, berichtet Anja Wolf über die Querelen mit den Vierbeinern.

Aber das war nicht das einzige Tier-Erlebnis der zwei. In Reiko Dürrs Wade nisteten sich im Dschungel Boliviens zwei Schmetterlingslarven als blinde Passagiere ein, die später “heraus operiert” werden mussten – und als Souvenir in Alkohol eingelegt natürlich mit nach Deutschland zurück flogen. Beeindruckender waren aber die Galapagos-Inseln: Im einst von Charles Darwin erforschten Tier-Paradies begegneten die zwei Riesenschildkröten, Haien und selbstverständlich auch verschiedenen Leguan-Arten.

Und die Menschen? “Bei unseren Touren waren wir meist mit indianischen Führern unterwegs”, erklärt Anja Wolf. “Eines der schönsten Erlebnisse war unser Besuch bei den Cayapa- Indianern.” Ein paar Tage lebten die Chemnitzer mit dem Ur- Volk im ecuadorianischen Regenwald. “Auf jeden Fall kann man sagen, dass das ungefährlicher war als in der Zivilisation. In Merida in Venezuela gerieten wir während einer Demonstration in eine Schießerei.” Deshalb der Tipp: “Große Menschenansammlungen sollte man besser meiden. Außer natürlich, wenn man sich einen Floh eingefangen hat, da kann man hoffen, dass der in der Menschenmenge auf jemand anderen überspringt...”, meint Anja Wolf schmunzelnd.

Natürlich gäbe es noch viel mehr zu erzählen: Besuche bei Minenarbeitern in Chile, die Verlobung der zwei auf dem höchsten aktiven Vulkan der Welt, die für europäische Geschmäcker gewöhnungsbedürftige südamerikanische Küche mit Meerschweinchen oder Schildkröten auf dem Speiseplan. Anja Wolf und Reiko Dürr tun das auch. Im Oktober ist im Vogtland-Verlag Plauen ihr Buch erschienen. “Auf geht's” heißt die großformatige, reich bebilderte Reiseschilderung der beiden. Ein kurzes Vorwort der chilenischen Bestseller-Autorin Isabel Allende (“Eva Luna”) begrüßt die Leser. Wie sie das geschafft haben? “Das ist unser Betriebsgeheimnis”, meint Anja Wolf. Aber vielleicht wird es ja doch gelüftet? Am 4. Dezember 2003 stellen Wolf und Dürr ab 18 Uhr ihr Buch in der Stadtteilbibliothek im Vita- Center Chemnitz vor. Mehr Infos unter http://www.reiko-und- anja.de

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