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Pressemitteilung vom 11.04.2002

Der tiefste Blick in den Kosmos

Der tiefste Blick in den Kosmos
An der TU Chemnitz werden spektakuläre Aufnahmen von Großteleskopen gezeigt

Am 17. April 2002 verwandelt sich der Hörsaal N 013 im Hörsaalgebäude der Chemnitzer Universität an der Reichenhainer Straße 70 in eine Sternwarte. Auf Einladung des Institutes für Physik der TU Chemnitz berichtet ab 17.15 Uhr der Leiter der Landessternwarte Heidelberg-Königsstuhl, Prof. Dr. Immo Appenzeller, über neueste Entwicklungen in der Astronomie. Der öffentliche Vortrag richtet sich an alle naturwissenschaftlich Interessierten, auch wenn sie nicht Physik studiert haben.

Zum Hintergrund der Veranstaltung: Wegen der großen Entfernungen ihrer Forschungsobjekte sind die Astronomen auf aufwändige technische Hilfsmittel angewiesen. Eine zentrale Rolle spielen dabei riesige Teleskope, die die elektromagnetischen Wellen aus dem Weltall sammeln und abbilden. Fortschritte in der Teleskoptechnologie waren dabei stets Meilensteine der Geschichte der Astronomie und hatten immer wichtige neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Folge. Fundamental neue Ergebnisse lässt auch die neue Generation optischer Großteleskope mit rechnergesteuerten, aktiven optischen Komponenten erwarten, die in den letzten Jahren entwickelt wurden und die zur Zeit den Betrieb aufnehmen. Gegenüber konventionellen Teleskopen erreichen diese neuen Instrumente nicht nur eine wesentlich höhere Lichtsammlung, sondern auch eine viel bessere Bildqualität.

Gegenwärtig baut die Europäische Organisation für astronomische Forschung ESO, im Auftrage von neun europäischen Ländern auf dem Berg Paranal in der Atacama-Wüste von Chile das "Very Large Telescop, VLT" zu einer der leistungsstärksten Sternwarten aus, indem vier 8,2 Meter-Einzelteleskope zusammengeschaltet werden, von denen jedes einzelne für sich schon sehr leistungsstark ist. Mit einer beispiellosen optischen Auflösung können im Endausbauzustand dann scharfe Bilder von extrem lichtschwachen Objekten im All untersucht werden. Diese Objekte geben uns detaillierten Bericht über sehr frühe Zustände des Universums. Obwohl das VLT erst in zwei bis drei Jahren vollständig ausgebaut sein wird, hat es bereits im momentanen Teilbetrieb mit spektakulären neuen Daten zur astrophysikalischen Forschung beigetragen. Jeder Interessent kann sich bei der ESO unter http://www.hq.eso.org einige spektakuläre Bilder selbst anschauen.

Weitere Informationen gibt Prof. Dr. Peter Häussler, Telefon (03 71) 5 31 - 31 40.

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