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Pressemitteilung vom 12.10.2001

Wissen ist die Zukunft Sachsens

Wissen ist die Zukunft Sachsens

Kaum hat das neue Semester begonnen, geht es an den sächsischen Hochschulen wieder ums Geld und dessen Verteilung - heute und in Zukunft. Dabei drückt nicht nur die vom Freistaat Sachsen verhängte Haushaltssperre, die in der vergangenen Woche nur unzureichend gelockert wurde. Da geht es auch um das Betreuungsverhältnis von wissenschaftlichem Personal zu Studierenden, das sich insbesondere an den großen Universitäten des Freistaates immer mehr verschlechtert.

So lag das Verhältnis von Studenten pro wissenschaftlichem Mitarbeiter im Wintersemester 2000/2001 an der TU Chemnitz bei 11,7 und an der Bergakademie Freiberg bei 7,9. In Dresden lag diese Relation ohne Berücksichtigung der Humanmedizin bei 15,2 und an der Universität Leipzig bei 18,6. "Die zahlenmäßigen Unterschiede zwischen den Universitäten erklären sich nahezu von selbst durch den unterschiedlichen Betreuungsaufwand, der vor allem bei ingenieurtechnischen Studiengängen weitaus höher ist, als bei geistes- und sozialwissenschaftlichen Studiengängen", erläutert Prof. Dr. Günther Grünthal, Rektor der TU Chemnitz. Hinzu komme, dass die beiden großen Universitäten Sachsens in einigen Studiengängen bereits "überlaufen". Mitunter sei der "Numerus clausus" - also die Zulassungsbeschränkung - an diesen Hochschulen so hoch angesetzt, dass dadurch die Studenten-zahlen zwar neue Rekordhöhen erreichen, aber die gute Betreuung auf der Strecke bleibt.

Vor dem Hintergrund steigender Studierendenzahlen in ganz Sachsen warnt der Chemnitzer Rektor vor weiteren Kürzungen an den Hochschulen, denn die Schmerzgrenze sei in vielen Bereichen längst überschritten. "Wenn wir die Qualität der Lehre langfristig sichern wollen, dann können wir keine praxisbezogenen Seminare anbieten, die aus allen Nähten platzen. Nur so ist der persönliche Kontakt zwischen Professoren und Studierenden möglich, auf den auch an der Technischen Universität Chemnitz schon immer großer Wert gelegt wird." Dieses Chemnitzer "Markenzeichen" hat sich offensichtlich auch in den alten Bundesländern herumgesprochen, denn zunehmend strömen junge Leute von dort an die TU Chemnitz. Und diesen Zulauf möchte Prof. Grünthal - auch angesichts der ungünstigen demographischen Entwicklung - seiner Uni und Sachsen erhalten.

Zudem haben Stellen in den Hochschulen eine andere Bedeutung als in vielen anderen Bereichen der öffentlichen Verwaltung. "Die Stellenanzahl der Hochschulen reguliert letztendlich auch die Möglichkeiten zur Forschung und damit auch das Innovationspotenzial Sachsens", so der Chemnitzer Rektor: "Wissen - das ist die Zukunft unseres Landes!"


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