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Pressemitteilung vom 22.06.2001

Zwischen Hörsaal und Wickeltisch

Zwischen Hörsaal und Wickeltisch
Seit 30 Jahren ist ein Studium mit Kind in Chemnitz kein Problem

Im Alltag zwischen Hörsaal, Labor und Wickeltisch müssen Eltern, die noch studieren, manche Belastungsprobe durchstehen. In Chemnitz zumindest ist ein Studium mit Kind kein Problem - und das ist schon seit dreißig Jahren so. Als 1971 die "Kinderkombination Reichenhainer Straße" auf dem Gelände der damaligen Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt ihre Türen öffnete (Baukosten: 2 Millionen Mark der DDR), wurden 64 Krippenkinder und 144 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren betreut. Heute halten die beiden Kindertagesstätten "Krabbelkäfer" und "Zwergenland" auf dem Chemnitzer Uni-Campus etwa 170 Plätze bereit, davon 50 für Kinder bis zum dritten Lebensjahr, 95 für die Älteren sowie 25 für Hortkinder. Das ist ein Platz auf 45 Studenten. "Derzeit besuchen allein 25 Studentenkinder die Tagesstätte 'Krabbelkäfer' - Tendenz steigend", freut sich deren Leiterin Petra Grund. Außerdem werden derzeit die Kinder von mehr als 50 Mitarbeitern der TU Chemnitz und von Gastwissenschaftlern aus dem Ausland in der Kita betreut.

"Besonders stolz sind wir auf unsere Außenanlagen", berichtet Petra Grund, die seit Anfang an in der Kita tätig ist. Neben Sandkästen, Klettergerüsten und Rutschen gibt es sogar einen Rodelhang und ein Planschbecken. Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen: Erst in diesem Jahr erhielt die Kita eine neue Küche, in der täglich drei Malzeiten zubereitet werden. Ein weiteres Plus ist die ideale Lage fernab von Straßenlärm und Abgasen. Hinzu kommen die studentenfreundlichen Öffnungszeiten: Von 6 bis 18 Uhr werden die Kinder betreut. Für Frank Prager, stellvertretender Leiter des Jugendamtes Chemnitz, ist die Kindertagesstätte "Krabbelkäfer" noch immer der "Uni-Kindergarten", auch wenn sich im Zuge der Wende die Trägerschaft von der Hochschule in Richtung Kommune veränderte und ein Teil der Räumlichkeiten seit fünf Jahren an die in freier Trägerschaft befindliche Kindertagesstätte "Zwergenland" vermietet wurde. "Die Stadt ist sich der besonderen Bedeutung ihrer Kita auf dem Unicampus bewusst, ermöglicht sie doch Studenten mit Kind ein unbeschwertes Studium", so Prager. In vielen anderen Hochschulstädten sei die Situation bei weitem nicht so günstig wie in Chemnitz.

Dem kann Christiane Lorenz vom Studentenwerk Chemnitz-Zwickau nur zustimmen: "Bei unserer Sozialberatung von Schwangeren oder Studentenfamilien zeigt sich immer wieder, wie zufrieden die jungen Muttis und Vatis mit der Bereuung auf dem Campus sind. Und wenn das Studentenwerk einmal nicht helfen kann, nehmen wir Kontakt zu anderen Beratungsstellen der Stadt auf." Besonders froh ist das Studentenwerk darüber, dass die Kindertagesstätte "Krabbelkäfer" bereits Babys im Alter von acht Wochen aufnimmt und liebevoll betreut. "Das nimmt studierwilligen Eltern so manche Belastung ab", meint Lorenz.

Hinweis für Fotografen und Kamerateams: Am 23. Juni 2001 feiert die Kindertagesstätte "Krabbelkäfer" (hinter dem Studentenwohnheim Reichenhainer Straße 35/37) anlässlich Ihres dreißigjährigen Bestehens ein "Indianerfest". Von 15 bis 18 Uhr haben Sie dort Gelegenheit für Aufnahmen.


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