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Pressemitteilung vom 15.06.2001

Wenn im Labor nicht nur die Köpfe rauchen

Wenn im Labor nicht nur die Köpfe rauchen
80 Schüler wetteifern beim 9. Chemiewettbewerb "Julius-Adolph-Stöckhardt"

Er hat bereits Tradition - der Chemiewettbewerb "Julius Adolph Stöckhardt", den die Chemnitzer Uni jedes Jahr gemeinsam mit den Regionalschulämtern Chemnitz und Zwickau durchführt. Am 22. Juni 2001 werden ab 9.45 Uhr bereits zum neunten Mal etwa 80 Schüler - jeweils die zwei besten "Chemiker" einer Klasse - im Uni-Hauptgebäude an der Straße der Nationen 62 gegeneinander antreten. In den Hörsälen 153 und 232 stellen sie ihr Wissen und ihr Können in der Chemie unter Beweis. Die Schüler, die alle aus 11. Klassen der Gymnasien kommen, müssen für den Wettbewerb jeweils ein kurzes Experiment durchführen und außerdem eine Reihe von theoretischen Aufgaben lösen. Nach der Mittagspause findet von 13.15 Uhr bis 14.45 Uhr eine Vorlesung mit zahlreichen spannenden und interessanten Experimenten zum Thema "Qualitative und quantitative Analyse" statt. Ab 14.55 Uhr werden dann vom Initiator des Wettbewerbs, dem Chemnitzer Chemiker Prof. Dr. Günter Marx, und Vertretern der Regionalschulämter die Siegerurkunden verteilt.

Benannt ist der Wettbewerb übrigens nach Prof. Julius Adolph Stöckhardt, der von 1839 bis 1847 am Vorläufer der heutigen Chemnitzer Uni Chemie lehrte, bevor er an die Forsthochschule in Tharandt ging, die heute zur TU Dresden gehört. Er war Autor des Lehrbuch-Klassikers "Schule der Chemie, versinnlicht durch einfache Experimente". Das Buch wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und kam bis 1908 in 21 Auflagen heraus. Stöckhardt war auch der erste, der das Waldsterben durch Abgase von Hüttenwerken beschrieb und genau untersuchte.

Neben dem Stöckhardt-Wettbewerb gibt es an der Chemnitzer Uni bereits seit 1982 einen Stöckhardt-Chemieclub, der sich ebenfalls um Schüler kümmert. Außerdem findet hier in jedem Jahr das Stöckhardt-Kolloquium statt, das sich vor allem der Umweltchemie widmet.

Weitere Informationen: Technische Universität Chemnitz, Institut für Chemie, Straße der Nationen 62, 09107 Chemnitz, Prof. Dr. Günter Marx, Tel. (03 71)5 31-17 13, Fax (03 71)5 31-13 71, E-Mail guenter.marx@chemie.tu-chemnitz.de

Hinweis für Fotografen und Fernsehteams: Zwischen 10 und 12 Uhr gibt es im Labor des Institutes für Chemie, Straße der Nationen 62, Raum 234, bei zahlreichen Versuchen eine Fülle von interessanten Motiven. Oder Sie kommen zur Siegerehrung um 14.55 Uhr. Dort können die Teilnehmer auch interviewt werden.


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